Sonntag, Dezember 31, 2006

Jahresrückblick 2006

Joa, 2006 das war.. naja, wie war’s eigentlich? Im Prinzip kann ich sagen unterhaltsam. Höhen und Tiefen waren ja genug vorhanden. Was bei mir los war, wisst ihr ja schon. Also wird’s Zeit mal über den Tellerrand zu schauen.
Aber fangen wir vorne an.

Anfang des Jahres gab’s die Vogelgrippe. Auf einmal hatten alle Angst vor den Dreckstauben in unseren Innenstädten. Ihm Hänchengrill wurden die Mahlzeiten von den viel beschäftigen Kräften der Bundeswehr einkassiert. Beim Bauern wurden sämtliche Vogelbestände umgebracht, nur weil ein Exemplar genießt hat. Ein Prinzip was Georg Bush beim Terrorkampf im Irak sofort kopierte.

Eine Studie sagt aus, dass die Geburtenrate in Deutschland immer mehr zurückgeht. Dabei wird es uns doch von so vielen vorgemacht. Heidi Klum hat doch dieses Jahr gefühlte fünf Kinder zur Welt gebracht. Aber selbst uns Heidi hatte gegen Argumente wie Supernanny oder das Fruchtalarm-Kind nicht den Hauch einer Chance. Ich selber fühle mich nicht verantwortlich. Ich finde mich noch zu jung für Kinder. Aber Anmeldungen zum Vorsprechen nehme ich gerne entgegen.

2006 war das Mozartjahr. Hat euch das beeinflusst? Wahrscheinlich nicht wirklich. Der Mensch hat ja heute nicht mehr viel mit Kultur zu tun. Der heutige Kulturhöhepunkt des Jahres ist ja schon das Oktoberfest. Dort säuft sich die Jugend und die selbsternannten Junggebliebenen die Birne zu, und wenn sie damit fertig sind, werden sie als Botschafter der deutschen Kultur nach Malle geschickt. Ob das in Mozart’s Sinn gewesen wäre? Ich weiß es nicht.

Dieses Jahr hatten wir einen Rekordsommer. Einige Tage waren so heiß, dass sich manch einer schon ein Bild in den Kühlschrank gehängt hat, damit die Sommerresidenz auch einen persönlichen Touch erhält. Es war so heiß, dass der Bofrost-Mann nur lauwarme Milchshakes verkauft hat. So heiß, dass selbst D! Soost geschwitzt hat. So heiß, dass die Ballermannurlauber zum Saufen auf die Zugspitze gefahren sind. So heiß, dass sogar die Freundin im Bett warme Füße hatte. Es war einfach so heiß, dass sogar M&Ms in der Hand geschmolzen sind.

Weltjugendtag in Köln. Die Jugend aus aller Welt versammelte sich an einem Ort um dem Papst zuzujubeln. Selten wurden so viele betende Jugendliche und Kinder auf einen Haufen gefunden. Ihre Gebete wurden erhört. Keine Anzeichen von Terror oder sonstigen Vorfällen. Sogar Michael Jackson blieb Zuhause.

Fußball-WM in Deutschland. Tausende Menschen stürmen mit Deutschlandflaggen auf die Straßen. Was war das für eine Atmosphäre? Ganz Deutschland trat einheitlich auf und überraschte den Rest der Welt mit seiner Lebensfreude. Etwas das man in Deutschland lange vergeblich suchte. Und die gute Stimmung im Lande puschte unsere Helden und brachte uns unter die letzten vier. Etwas das wir sonst nur von der Pisa-Studie kannten.

Problembär streift durch Bayern. Und damit meine ich nicht, dass Paris Hilton auf dem Oktoberfest war. Der von den Medien Bruno getaufte Bär, wilderte durch die Berge und Täler und machte auch vor den Siedlungen der Einwohner nicht halt. Natürlich meldet sich da der Herr Stoiber zu Wort und gibt Bruno zum Abschuss frei. War zu erwarten. Wenn es etwas gibt dass Ede nicht ausstehen kann, dann sind es illegale Einwanderer.

Und schon sind wir beim nächsten Thema. Gammelfleisch. Der Anfang war gemacht, doch dann ist halt auch mal Pause angesagt. Lange hat es irgendwo vor sich hingelungert. Nicht wirklich was gemacht. Eigentlich immer nur im Weg gewesen. Doch eines schönen Tages beschließt einer, es dann doch seinem ursprünglichen Nutzen zuzuführen. Axel Schulz zurück im Ring. Kein schöner Anblick. Noch Tage wird einem beim Zustands seines Gesichts irgendwie anders.

Ja, es ist doch recht viel passiert dieses Jahr. Auch bei mir. Aber in meinem Weblog findet man ja nix persönliches *hust*. Aber wie war’s bei euch? Was war für euch wichtig? Was war besonders toll oder besonders traurig? Krieg ich ein Lebenszeichen von euch? Comments gibt’s wie immer rechts unten. Wünsch euch allen nen guten Rutsch und ein super Jahr 2007 in dem ihr sicher wieder was von mir hören werdet. Macht’s gut.

Samstag, Dezember 30, 2006

Ein Jahr Weblog

Ja, dieses Weblog gibt es jetzt schon ein Jahr. Erstaunlich. Am liebsten würde ich ja allen Lesern persönlich für die Treue und Inspiration danken, aber da beide gerade nicht anzutreffen sind, werd ich das wohl verschieben müssen.
Okay, man munkelt ja, dass die Dunkelziffer höher ist, aber so genau weiß man das ja auch nicht. Ich für meinen Teil habe mir meine bisherigen Einträge noch mal angesehen und verwundert festgestellt wie wirr so ein Menschliches Hirn denken kann. Was wurde nicht alles erörtert? Sport, Männer und Frauen, Dekorationen, Gott, Humor, Alter, Denkweisen, Freizeitbeschäftigungen, Jahreszeiten, Pflichten des Alltags, Technik, Umfragen, Weisheiten, Sinnfragen, das Leben der Freunde und viel zu viele Pausen. Eine Liste die so lang ist, dass ihr jetzt schon wieder das Erste vergessen habt. (Pause damit ihr nachschauen könnt)
Hin und wieder gabs auch mal Feedback, was mir auch geholfen hat. Einige fanden es lustig, einige informativ und so mancher hat sich sogar selber wieder erkannt.
Mein Fazit lautet also: Ziel erreicht. Wenn auch in einem recht engen Kreis. Aber wenn schon einige wenige ab und zu Freude an diesem kreativen Blödsinn gefunden haben, war’s das wert.
Geht es weiter? Ich hoffe doch. Ist das verlangen da? Keine Ahnung. Ich rufe hiermit also dazu auf eure Meinung zu äußern. Welches Fazit zieht ihr? Coments gibt’s unten rechts.

Samstag, Dezember 23, 2006

Weihnachten

Es ist wieder soweit. Weihnachten. Das Fest der Liebe und Besonnenheit. Man sollte aber natürlich auch an die Leute denken, die nicht so viel Glück haben. Es gibt auch dieses Jahr wieder genug, die die folgenden Tage nicht mit den Menschen verbringen können, die sie lieben. Stattdessen feiern sie im Kreise der Familie.
Jaaa, aber ich finde Weihnachten ist schon ein Familienfest. Da bin ich traditionell. Ich will auch gar nicht Heiligabend in der Disko verbringen, wo dann hunderte von Leuten ihren Weihnachtsfrust wegtanzen.

Was nicht heißt, dass ich in der Weihnachtszeit nicht unter Menschen gehe. Bekanntlich gibt es ja schon viele Tage vorher Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte.
Man hört ja immer dass diese Märkte viel kommerzieller sind als die meisten denken.
Aber eben diese stört so was auch nicht. Da zähle ich mich gerne zu. Weihnachtsmärkte werden eh nur besucht, um sich in Stimmung zu bringen. Da sieht man alte Bekannte wieder, die es wirklich zu etwas gebracht haben in ihrem Leben. Wissenschaftler oder Arzt kann jeder werden, aber Menschen die auf Weihnachtsmärkten mit nem Lötkolben individuelle Namen ins Frühstücksbrettchen brennen, erreichen wirklich die Leute. Ich war schon schwer am überlegen, ob ich solche Leute nicht unterstützen soll und mein hart verdientes Geld für ein Brettchen mit den Namen „Mällani“ gerne weiterreichen würde. Man soll ja an Weihnachten nicht alles auf die Goldwaage legen.
Highlight ist natürlich wie jedes Jahr der Glühweinstand. Davon gibt es immer mehr. Klar, wo sonst wird man sein Altöl leichter los, als wenn man es auf dem Weihnachtsmarkt den Minderjährigen als Heißgetränk verkauft?
Sehr gut gefällt mir auch immer der Weihnachtsmann, der über diesen Markt zieht und an kleine Kinder noch kleinere Geschenke verteilt. Und während sich diese kleinen Kinder mit den Restbeständen des letzten Trödelmarkts vergnügen, geht der feine Herr Weihnachtsmann mit dem gestressten Papa einen heben. Und wo wir grad bei „einen heben“ sind…

Weihnachtsfeiern. Hier kommen sich die Menschen noch wirklich näher. Nein, jetzt kommt keine Anspielung auf den FC Bayern. Ich meine das absolut ohne Hintergedanken. Zwar gibt es genug die sich bloß die Birne voll tanken wollen, aber man findet eben doch auch welche die wissen wann’s genug ist. Unter Umständen trifft man alte Freunde wieder, mit denen man gerne den Kontakt etwas besser gehalten hätte, denn das ist immer noch besser als die neu kennen gelernten Asis deren Bekanntschaft man lieber nie gemacht hätte.
Wenn man sich dann entscheidet leicht beschwipst die Gesellschaft zu verlassen, ist man am Ende vielleicht sogar überrascht, dass der Weg nach Hause schöner sein kann als die eigentliche Feier…

Ich rede natürlich von der Ruhe die man dann genießt. Denn wie schon gesagt ist Weihnachten ja auch das Fest der Besinnung. Eine Denkweise die uns über das nachdenken lässt, was gut war und nicht wie viel noch in den Schädel passt. Schließlich geht es an Weihnachten um die Geburt von Jesus und nicht um seine langen Reisen mim Kegelclub.
Viele kennen den Hintergrund von Weihnachten auch überhaupt nicht mehr. Obwohl gerade junge Mädchen heutzutage Maria als eines ihrer Vorbilder nennen. Ich mein ist klar. Welche Beispiele kennt man sonst noch, wenn man seinen Eltern zwar beichten muss dass man schwanger ist, aber dabei möglichst glaubwürdig versichern will dass man noch Jungfrau ist?
Während heute der Vater grimmig guckt, hat’s damals der Joseph geglaubt. Der Depp.
Naja, so ist halt der Mann. Was soll er auch machen? Damals gabs ja noch kein Olli Geissen. Er nimmt es als Geschenk Gottes und verkündet es der ganzen Welt.

Das ist auch so eine Sache an Weihnachten… Geschenke. Jeder hat mindestens eine Person die sagt: „Ich will nix“. Man kennt ja so Leute die nie wissen was sie wollen, aber es gibt auch welche die wirklich nichts wollen. Was macht man da? Im Prinzip ist so was ja der perfekte Lebenspartner, aber ob diese Einstellung in einer Partnerschaft lange Bestand hätte, wage ich mal zu bezweifeln. Und dann macht man sich halt in aller Ruhe auf den Weg zum Einkaufen. Ist ja schließlich der 23. und da haben ja die meisten schon alles gekauft. Ein scheinbar weit verbreiteter Irrglaube. Ne halbe Stunde später liegt man mit einer kleinen, pummeligen, türkischen Mama aufm Boden vom Karstadt und prügelt sich um das letzte Bündel Wollsocken.
Oder wenn man ganz verplant ist, fängt man an sich von einem Medi Max-Verkäufer beraten zu lassen und will unbedingt wissen, wie schnell denn das Gerät seiner Empfehlung ne DVD-RW brennen kann und verlässt dann zufrieden mit dem Toaster unterm Arm den Laden.

Aber dann kommt ja das aufwendige Einpacken. Ich weiß nicht wie’s bei euch aussieht, aber ich kann’s nicht. Vielleicht stell ich meine Ansprüche auch zu hoch, aber ich denke am Ende sollte es doch noch ganz entfernt die Form haben, die der Inhalt auch hatte. Versteht mich nicht falsch, ich rede nicht vom Geschenk, sondern von mir. Wenn ich schon dieses „Ritsch“ beim Abrollen des Tesafilms höre, krieg ich Platzangst. Innerlich seh’ ich mich nämlich schon wieder zusammengerollt in Tesa in der Ecke liegen und versuche vergeblich meinen rechten Fuß vom Hinterkopf zu lösen. Ich geb’ mir echt Mühe, wenn ich schon mal anfange, aber meistens ist es halt zu viel Aufwand.

Naja, wollte ich alles gar nicht erzählen…
Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest. Ich hoffe ihr habt an diesen Tagen alle jemanden Besonderen bei euch, oder seid in Gedanken zumindest bei ihnen. Und wenn nicht gibt es sicher einen, der an euch denken wird.