Sonntag, Mai 28, 2006

Habt ihr gewusst, dass...

…der Zahnschmelz die härteste Substanz im menschlichen Körper ist?
…so ein heranschnellender Ellenbogen das nicht weiß?
…Spaghetti super leicht zu essen sind, wenn man eine Zahnlücke hat?
…Lispeln irre attraktiv macht?
…wenn man sich eine kleine Taschenlampe in den Mund steckt, durch das Loch eines abgebrochenen Zahns wunderschöne Lichtspiele möglich sind?

Nein? Wie gut, dass ihr mich habt.

Samstag, Mai 27, 2006

Dat hätt´ es früher nicht gegeben

Ich habe ja schon festgestellt, dass man schneller altert als man will, aber die kleinen Dinge des Alltags führen einem das immer wieder vor Augen.
Schauplatz: Café. Vor Ort: Ein Kumpel, ich und ein ganzer Haufen weiblicher Teenies. Früher hätten unsere Eltern gesagt: Bauchfrei? Dat hätt’ es früher nicht gegeben.
An diesem Tag guckten wir uns an und sagten: Münzschlitze? Dat hätt’ es früher nicht gegeben.
Ja, Hüfthosen hat es auch schon zu unserer Teenagerzeit gegeben, aber da war man sich noch bewusst, dass Cafébesitzer gerne auf Stühle mit kleinen Rückenlehnen im Schulterblätterbereich setzen. Klar, hat da auch schon mal was aus der Buchse gelinst und vielleicht hat es Münzschlitze auch damals schon gegeben, aber mir war nicht bewusst, dass so was jetzt rudelweise so gehalten wird.
Ist es nicht erbärmlich, dass man in meinem Alter schon soweit ist, dass man sich über die Jugend von heute wundert?
Aber zum Glück haben wir gewusst wie wir uns angemessen verhalten konnten. Wir sind aufgestanden, haben uns die Jeans bis zu den Kniekehlen runter gezogen und haben das Café mit Hip-Hop-Gesten verlassen. War das jetzt schon oldschool?

Freitag, Mai 26, 2006

Interpretationsprobleme

Wie mittlerweile alle wissen dürften, habe ich Spaß daran zu erfahren, was meine Leser so alles in meine Texte hineininterpretieren. Ja, manche Sachen sind zweideutig und ja, manchmal wird auch richtig gedeutet, aber vieles ist auch absoluter Blödsinn. Da werden dann gerne Sachen auf sich oder andere bezogen, die vollkommen unabhängig gedacht waren. Aber für die betreffenden Personen sind ihre Gedanken meist so plausibel, dass sie sich nicht von der Wahrheit überzeugen lassen wollen. Aber wie gesagt: Ich hab da Spaß dran. Es darf sich nur keiner beschweren, wenn ich es irgendwann aufgebe ihnen die Wahrheit näher zu bringen. Irgendwann ist auch gut.
Es wird aber auch heutzutage viel zu viel falsch interpretiert. Letztes Wochenende kam ein Mädel auf mich zu und fragte mich, warum ich ihr nen Luftkuss zugeworfen hätte. Da haben wir es doch schon wieder. Sie interpretierte diese Geste als Anmache, ich hingegen habe es als das gesehen was es auch war. Kaugummiausspucken. Und das nur Grob in ihre Richtung auf den Boden. Gut, jetzt werdet ihr sagen: „Mein Gott muss die bescheuert sein“. Aber seit nicht zu voreilig. Denn wer hat den Interpretationsfehler gemacht? Ich natürlich, weil ich gesagt hab was wirklich Sache war. Denn im Nachhinein hat mich ein Freund darauf aufmerksam gemacht hat, dass eine Frau auf so eine Geste anders oder gar nicht reagieren würde, wenn sie von mir abgeneigt gewesen wäre. Klingt einleuchtend, aber so was merkt der Mann ja nicht im entscheidenden Moment. Aber ob man jetzt meinem Freund Recht geben sollte, weiß ich bis heute nicht genau.

Samstag, Mai 20, 2006

Warum es Frauen einfacher haben (Teil 2 – Die Partnerwahl)

Dass es Frauen bei der Partnerwahl einfacher haben als Männern dürfte allen klar sein. Das trifft natürlich nicht für alle Frauen zu. Aber sobald die Frau die Schönheit einer Wasserschildkröte leicht übertrumpft, sieht’s schon mal nicht schlecht aus.
Wenn ein Mann eine Party betritt und auf der Pirsch ist, dann hängt es meistens vom Motivationsstand und Selbstvertrauen ab, bei wem er sich die verzweifelte Mühe macht etwas auf den Riemen zu kriegen. (Das war ein Wortspiel, das mir erst beim zweiten Lesen aufgefallen ist) Natürlich entscheidet sich der Mann als allererstes für eine Frau die außerhalb seiner Reichweite liegt.
Jetzt muss er erstmal den halben Abend überlegen was er eigentlich sagt falls er es schafft die Aufmerksamkeit der Zielperson auf sich zu lenken. Das Problem ist wie gesagt, dass der Mann sich das überlegt wenn er noch in der anderen Ecke vom Raum steht. Wenn er dann soweit ist und sich traut sie anzusprechen, wandelt sich der humorvolle, charmante und absolut selbstsichere Spruch in den absoluten Klassiker: „Öhm, na… w-wie geht’s denn so?“ Ich bin zwar keine Frau, aber ich geh mal davon aus, dass solche Anmachen nicht ganz oben auf der Favoritenliste stehen. Aber seht uns das nach liebe Frauen, wir geben uns doch Mühe

Bei den meisten Frauen läuft das anders. Wenn sie einen Raum betreten, checken sie erstmal wer überhaupt in Frage kommt. Ja, die Frau selektiert bevor sie zuschlägt. Dann ist die Arbeit meistens auch schon getan. Mal ehrlich, wie oft sieht man eine Frau lange daran arbeiten einen Kerl abzuschleppen? Nie. Wenn sie offen und ehrlich sagt was Sache ist, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung ungefähr gleich auf mit der Wahrscheinlichkeit sich beim Fingernagelschneiden den Unterkiefer doppelt zu brechen. Jeder von uns hat mindestens drei von diesen Frauen im Bekanntenkreis. Das sind die Frauen, die schon mal grundsätzlich von 15 Typen mindestens 13 haben könnten. Dummerweise ist man selber immer bei den 14 Typen die schon am Anfang aussortiert werden.

Freitag, Mai 19, 2006

Highrize und der Bart

Ich habe mal in meinem Bekanntenkreis rumgefragt, warum Männer mit Bart so schlecht bei Frauen ankommen. Also hab ich mal auf die Schnelle meine Lieblingsantworten auf diese Frage zusammengetragen.

Platz 3: „Der kratzt so beim Küssen“
Ist Geschmackssache. Besonders wenn der Mann gerne mal was schneller isst und sich Speisereste verfangen. Kann man aber als Grund durchgehen lassen.

Platz 2: „Es sieht scheiße aus“
Joa, kommt drauf an. Man sollte schon mal darüber nachdenken, ob man sich genug um sein Gewächs kümmert wenn man im Fachhandel eine Machete empfohlen bekommt.

Und unangefochten auf
Platz 1: „Der kratzt so – an den Oberschenkeln“
Zum Glück betrifft dass nur Herren mit Backenbart. Aber meiner bleibt trotzdem dran.

Highrize und die Liebe

Kennt ihr das auch wenn ihr eine bestimmte Person habt, an die ihr immer denken müsst? Eine Person bei der ihr immer ein wohliges Gefühl empfindet und dann auf einmal all die Liebeslieder Sinn machen. Wohlmöglich auch noch eine Person bei der ihr sicher seid, dass sie mit euch aus unterschiedlichen Gründen nie etwas anfangen würde oder könnte. Bei der ihr dann einfach nur froh seit unter diesen Umständen zumindest befreundet zu sein.
Kennt ihr so was auch? Nein? Schön. Ich auch nicht. Aber ich brauchte einfach einen schönen Aufmacher damit auch weitergelesen wird.
Viel mehr interessiert mich die Frage, ob ihr auch so Leute kennt die sich mehr für euer Liebesleben interessieren als es euch lieb ist. Ich kenne eindeutig zu viele. Ob ihr’s glaubt oder nicht, ich bin einer von den wenigen Leuten die tatsächlich mit ihrem Liebesleben selber klar kommen und es nicht allen Leuten unter die Nase reiben müssen. Versteht mich nicht falsch, ich habe kein Problem damit, dass Leute untereinander über ihre Beziehungen labern müssen. Das ist vollkommen in Ordnung und außerdem besser als wenn man alles in sich hinein frisst.
Was mich stört das sind die Leute, die es nicht respektieren können, wenn man nicht drüber reden will. Aus diesem Grund wird dann von den Leuten entweder was erfunden, in eure Aussagen mehr hinein interpretiert als nötig oder einfach gedacht, dass es nix zu wissen gibt.
Ich hab an allen drei Variationen richtig viel Spaß. Aber zur dritten kann ich nur soviel sagen: Wenn man nix weiß, heißt das nicht dass es auch nix zu wissen gibt. Aber zumindest verschafft die Unwissenheit Ruhe.
Schreibt das auf.

Mittwoch, Mai 03, 2006

Highrize und der Restaurantbesuch

Es war soweit. Silberhochzeit der Eltern. Also werden die Baggypants und das Shirt nach langer Zeit noch mal gegen ein passendes Hemd inklusive Hose ausgetauscht. Zumindest hatte ich Glück und es handelte ich heute nur um eine beschränkte Gesellschaft. Das meine ich jetzt noch nicht mal im geistigen Sinne, sondern einfach nur von der Anzahl der Leute.
Wie es zu solchen Anlässen gerne gemacht wird, sind wir dann mit der ganzen Bagage essen gegangen. Seit dem ist mir klar, dass in den Gaststätten wirklich noch gearbeitet wird. Und das meine ich diesmal geistig. Auf den Speisekarten werden die Gerichte ja gerne mit Nummern gekennzeichnet, damit der arme Gast nicht die ganzen französischen, griechischen oder was weiß ich noch für Wörter aussprechen muss. Hier kommt dann die Eigenschaft der Bedienungen zum Einsatz die ich immer schon bewundert habe. Der Typ konnte wirklich jeder Zahl das passende Gericht zuordnen. So was beeindruck mich wirklich jedes Mal aufs Neue. Ich war immer der Ansicht, dass Menschen die jeden Tag mit so vielen Nummern zu tun haben und die dann auch noch richtig zuordnen können eigentlich nur noch auf dem Straßenstrich arbeiten.
Nachdem ich mich noch mal umgeschaut habe und mich von jeder Seite Blumen und Platzdeckchen angrinsten, war ich mir sicher, dass ich etwas Männliches von der Speisekarte wählen sollte. Und was ist das Männlichste auf der Welt? Richtig, Grillen! Also flink dem breit grinsenden Kellner ein freundliches 230 entgegen gerufen und der Grillteller war auf dem Weg.
Dann beginnt immer der schlimmste Teil eines Restaurantbesuchs: Das Warten. Zum Glück gab’s ja noch die Salatbar. Also hab ich mir schnell nen Teller gekrallt und mich hinter der älteren Dame mit dem Fransenpullover eingereiht. – Schlechte Idee. Kann mir einer erklären warum da unbedingt zwei Reihen von Behältern aufgereiht werden? Ich hab ja nix dagegen wenn man sich von der hinteren Reihe bedient, aber muss dann der in der vorderen Reihe aufgefahrene Krautsalat mit Fransen angereichert werden? Ich denke nicht. Also habe ich die Gunst der Stunde genutzt und mich schnell vorgedrängelt. Sorry, aber ich bin schon oft genug von alten Leuten an der Kasse weggedrängelt worden, aber beim Essen hört der Spaß auf!
So ganz wollte sich der Appetit auf Salat nicht mehr einstellen, also habe ich mir einfach ne handvoll Peperonis gegriffen und bin geflüchtet bevor ich nachher wie meine Katze Wollbällchen hervorwürge. So was gehört ja in einem Restaurant nicht an die oberste Stelle der To-Do-Liste.
Noch was: Ich habe etwas gegen zu tief hängende Lampen. Die machen einfach unfotogen wenn man dagegen läuft.
Egal. Schon wenige Minuten nachdem die Peperonis verschwunden waren, stand auch schon der Typ mit dem Hauptgang vor dem Tisch. Sein Grinsen konnte ich zwar nur noch verzerrt erkennen, weil da eine weitere tiefe Lampe mit ihrem Schirm die Sicht versperrte, aber ich bin mir sicher, dass er Spaß an der Sache hatte.
Jo, Grillteller also. Man erkannte es schon auf dem zweiten Blick. Auch wenn man sich bei manchen Sachen nicht sicher war ob es was zu essen war, oder ob man in so was auf der Straße reintritt. Egal, muss ja alles weg.
Am Ende des Abends kam dann noch eine Erleichterung für mich. Nein, ich rede nicht von meinem Besuch im Porzellanpalast des Hauses, sondern der allzu zahlensichere Kellner hatte sich tatsächlich bei der Rechnung vertan. Da es zu unseren Gunsten war, waren trotzdem alle zufrieden. Der Kellner behielt sein Grinsen, mein Vater hat Geld gespart und ich war im Vergleich zum Zahlenkönig doch nicht ganz so verschattet in der Birne.