Mittwoch, April 26, 2006

Technik 2 - Wie geht man jetzt damit um?

Ich hab gelesen, dass die Technikverdrossenheit in Deutschland immer mehr zunimmt. So sollen ca. 5 Millionen Deutsche Angst vor dem Umgang mit dem PC haben. Gut, jetzt werdet ihr wieder sagen: „Die haben einfach Angst, dass auf ihrem Bildschirm der Arbeitsplatz auftaucht“, aber dass kann doch nicht alles sein.
Ich glaube ja, dass man dieses Unverständnis für Technik nicht am Geschlecht festmachen kann. Frauen und Männer interessieren sich halt nur für unterschiedliche Geräte. Männer lieben den Großbildfernseher. Frauen hingegen bevorzugen diese kleinen, handlichen Geräte. Die mit Akkus laufen. Und wo man dann je nach persönlichem empfinden drei Vibrationsstufen einstellen kann. Wenn diese Teile erstmal eingesteckt sind geht es selbst einer richtig mies gelaunten Frau auf einmal blendend. Und wenn das Ding dann anfängt zu vibrieren, werden dann häufig Geräusche voller Extasse von sich gegeben. Heute kann sich kaum mehr eine Frau vorstellen ohne ihren kleinen Freund in der Handtasche aus dem Haus zu gehen. Klar haben Männer auch Handys, aber sie benutzen sie anders als Frauen.
Frauen schicken hunderte von SMS durch die Gegend und Telefonieren über fünf Stunden mit der besten Freundin während der Freund vor Hunger ins Sofakissen beißt. Natürlich könnte sich der Mann selber was zu essen machen, aber die Fertiggerichte sind ja mittlerweile verbraucht. Also fragt der verwirrte Mann nach der stundenlangen Unterhaltung worüber sie denn geredet hat. Als Antwort kommt dann immer: Nix. Und das Schlimme ist ja, dass sie damit absolut Recht hat.
Männer würden diese Zeit viel sinnvoller nutzen. Sie spielen sich Lieder aufs Handy und verwenden diese dann als Klingelton. Vollkommen unwichtig, dass sie nie angerufen werden. Hauptsache ist doch, dass die Rockymusik läuft falls es doch mal passiert.
Digitalkameras. (Ja, es geht wieder um meine Digitalkamera) Frauen wollen damit Fotos machen und auf dem Display ansehen. Männer wollen 10 Megapixel nur um die Möglichkeit zu haben die Fotos vom Männerabend in DIN A 2 aufhängen zu können. Vollkommen egal, dass man dann doch nie Bilder macht und die Frau das eh nie erlauben würde.
Vorteil beim Mann: Er weiß wie er die Fotos von der Kamera auf den PC kriegt. Kleiner Tipp von meiner Seite: Wenn ihr bei ner Frau seit und sie will die Bilder haben, dann gebt ihr niemals die Speicherkarte. Lasst sie ruhig von ihrem eingebauten Kartenleser reden, macht es trotzdem selber. Sonst verschwindet eure teuer erstandene 1GB Karte komplett im Rechner und ihr könnt gucken wie ihr das Teil wieder raus bekommt. Ich hab das Ding gekippt - Nüchts. Ich hab es geschüttelt – Nüchts. Ich habe ihm sogar sanft zugeredet – bringt alles nichts. Denn so ein Lesegerät ist ja nicht nur ein Schacht, sondern hat auch noch eine Vertiefung damit man auch mit der Pinzette der Freundin, die normalerweise nur genutzt wird um unnötige Körperbehaarung zu entfernen nicht drankommt. Aber zum Glück ist der Mann mehr Pragmatiker als Ästhet. Bevor ich schreiend in der Bude rumlaufen wollte, habe ich beschlossen noch einen letzten wissenschaftlichen Versuch zu unternehmen. Also hab ich mir den Rechner gepackt, auf den Kopf gestellt und so lange, wie ein kleines Kind das die Gummibärchentüte nicht aufkriegt dran rumgerüttelt, bis die Speicherkarte wieder zu sehen war.
Da sind Männer halt viel begabter als Frauen. Und ich finde es auch unnötig zu erwähnen, dass ein passendes Verbindungskabel vorne am PC hing. Das sind halt alles Sachen, die der Mann erst im Nachhinein entdeckt. Warum auch nicht? Schließlich konnte man so noch einmal beweisen, wie geduldig und verständnisvoll man mit den kleinen Hindernissen des Alltags umgeht.

Dienstag, April 25, 2006

Google, dein Freund und Helfer

Die Langeweile plagte mich wieder mal, also habe ich aus Spaß einfach mal Highrize bei Google eingegeben und siehe da: Dieses Weblog ist die erste Adresse. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wer schon Highrize bei Google eingibt… Nahezu keiner. Und so bleibe ich weiterhin im Untergrund verborgen.

Freitag, April 14, 2006

Hip Hop Musik

Bildungmisere hin oder her. Warum hört keiner mehr auf die Texte die alle mitsingen? Die Frage ist ja: Interessiert es niemanden oder könne sie die meist englischen Texte nicht verstehen?
Ich mag Hip Hop, aber besonders diese Leute haben es schwer. Damals war es ja alles einfacher. Es war einfach zu erklären warum Run DMC oder Grand Master Flash Kunst waren. Aber heute? Erklär mal deinen Eltern warum du auf Musik stehst in dem Ludacris in seiner natürlichen und freundlichen Art fordert: „Move, Bitch! Get out the Way!“.
Aber wenn du Glück hast, dann verstehen deine Eltern eh kein Englisch und du ersparst dir sowas. Aber es gibt ein Lied, wofür wir uns alle schämen sollten, dass wir es gut finden.
Lil´ John´s Get Low. Jeder von euch hat es schon mal gehört und dazu gefeiert. Das interessante an der Sache ist aber, dass man dabei immer wieder Frauen auf der Tanzfläche sieht, die darauf richtig abgehen. Inklusive mitsingen und allem drum und dran. Nur ich stehe wieder daneben und frag mich geistesgegenwärtig: „Weiß diese Frau eigentlich was sie da tut?“ Klar, es ist ein Partysong und man findet ihn einfach super, aber ich darf mal zitieren: „To the window – to the wall – to the sweatdrip from my balls!“ Jetzt fragt sich der geneigte Schlagerfan, was das eigentlich heißt. Ich helfe ja gerne: „Zum Fenster – zur Wand – zum Schweißtropfen von meinen Eiern“. Ja, so manch einer wird jetzt lachen, aber meine Generation muss sich aus diesem Haufen tanzender und singender Frauen eine fürs Leben raussuchen. Ich stell mir das super vor wenn ich in ferner Zukunft in meinem Sessel vor dem Kamin sitze und Junior angelaufen kommt und fragt: „Papa, wie hast du Mama kennen gelernt?“ und ich werde dann sagen: „Ach mein Sohn, sie hat in der Disco über Eier gesungen….“ Das wird Spitze.

Donnerstag, April 13, 2006

Technik

Lang nix mehr gehört. Woran liegt das? Gute Frage. Das Feedback von der Seite der Leser nimmt ab, das ist sicher ein Grund. Aber schön zu wissen, dass sich endlich noch mal eine neue Leserin im Gästebuch geäußert hat. Also seit nicht so schüchtern und meldet euch mal. Aber kommen wir zur Sache.

Ich bin ein echter Fan von moderner Technik. PC, HDTV, Beamer, Konsolen …machen wir’s kurz: alles da. Neuestes Mitglied im Technikregal ist eine Digitalkamera.
Das tolle ist, dass ich der einzige in der ganzen Familie bin der mit Technik umgehen kann. Der Rest ist froh wenn sie das Licht ankriegen. Aber ist ja alles kein Problem, solang nicht darüber gesprochen wird.

Mit Eltern über Preise sprechen ist zum Beispiel eine ganz schlechte Idee. Dann wird einem vorgerechnet was das ganze denn in Mark wäre und wenn mein Opa nicht schon tot wäre, hätte der mir anhand dieser Ergebnisse das ganze noch in Reichsmark vorgelegt. Hier eine kleine Bitte an euch: Ich suche dringend noch ein Geschenk für meinen Vater, also wenn eine ein Handy mit Wählscheibe findet, bitte melden.

Ich hingegen find das toll was die heutigen Geräte alles können. Gut, es werfen sich natürlich einige Fragen auf. Warum kann ich mir meinem Handy mp3s hören, aber mit meinem mp3 Player nicht telefonieren? Oder viel wichtiger: Warum wird immer alles kleiner? Toll dass es Kameras in Kreditkartenform gibt, aber irgendwann macht es auch keinen Sinn mehr. Die Leute machen sich Sorgen wegen der Handystrahlung, dabei ist es in absehbarer Zeit viel realistischer, dass sie ins Krankenhaus kommen weil ihnen das Handy beim Telefonieren ins Ohr gefallen ist.

Am besten gefallen mir aber die Leute die immer alles haben wollen, aber keinen Plan haben wie man damit umgehen soll. Hauptsache es ist da. Ganz meine Meinung. Rettet die Wirtschaft.
Solche Leute sitzen dann stundenlang vor ihrer Digitalkamera und bewundern erstmal alles, bis ihnen dann nach ein zwei Stunden auffällt: „Wofür hab ich das eigentlich gekauft?“
Also verschwindet sie in irgendeinem Kellerschrank…neben den Laptop…und dem mp3 Player…über der PlayStation….direkt unter dem Pocket PC. Dort verbringen sie dann den ganzen Rest ihres kümmerlichen Daseins. Aber was solls? Zumindest kann man ja die Bedienungsanleitung verwenden. Als Beistelltisch fürs Wohnzimmer.

Aber heute ist wirklich vieles komplizierter geworden. Man kann nicht mehr einfach in einen Laden gehen und ein Gerät kaufen. Nein, man muss sich vorbereiten. Und ich meine nicht nur was die speziellen Wünsche betrifft, sondern viel wichtiger ist die Bärenfalle im Gepäck. Ist euch schon mal auf gefallen, dass nie Verkäufer gibt wenn man einen braucht? Ich glaube die wittern einen hilfsbedürftigen Kunden schon wenn er das Auto auf dem Parkplatz verlässt.
Das ist ein bisschen so wie wenn auf dem Handyschwarzmarkt das Blaulicht angeht. Das geht ruck zuck und schon ist keiner mehr zu sehen. Deswegen gibt es auch in jedem Laden einen Bereich der für Kunden unzugänglich ist.
Wer hier keine Bärenfalle zur Hand hat, macht es wie ich und versteckt sich ganz unten in einem Regal und sobald ein Verkäufer nichts ahnend vorbeikommt, einfach blitzschnell an die Knöchel packen und zum Fall bringen..

Nun gibt es aber zwei Sorten von Verkäufern. Einmal den Klugscheißer der alles kennt und alles weiß, der sich um die vollkommen Unwissenden kümmert und die von der Sorte die überhaupt keine Ahnung von irgendetwas haben für Leute wie mich. Da versucht man dann minutenlang zu erklären was für eine Kamera man sucht und wird dann zuverlässig vom Verkäufer in die Lampenabteilung geschickt.

Aber irgendwann hat man sein Objekt der Begierde dann Zuhause und alles ist ganz normal. Also irgendetwas ist kaputt. Also wird der ganze Krempel wieder eingepackt und zurückgebracht. Selbstredend hat der Typ an der Information so ein Gerät noch nie gesehen und muss erstmal durch den halben Laden telefonieren um einen zuständigen zu finden der ihm bestätigt dass sie dieses Produkt führen.. Doch der befindet sich ja unter dem Tisch im Aufenthaltsraum. Dass ich bereits seit mehreren Minuten den Kassenzettel vor seinen Augen hin und her schwenke interessiert ihn überhaupt nicht. Dann geht der lieber einen Mitarbeiter
persönlich holen, den er dann an den Füßen zu mir schleift. Wer hätte es gedacht? Es ist der selbe Typ, der mich eben noch so kompetent beraten hat. Er zieht sofort los um mir ein Ersatzgerät zu holen. Ich hingegen habe mir natürlich mein Geld zurückgeben lassen, weil mir bewusst war, dass dieser Mann den Rest des Tages in der Lampenabteilung verbringen wird.

Wie ich denn jetzt zu meiner Kamera gekommen bin? Onlineversand ist was tolles.