Ja, liebe Freunde – Der Frühling ist da!
Naja, so ganz spielen die Temperaturen noch nicht mit, aber es reicht um mich wieder auf dem Freiplatz zu finden. (Deswegen die wenigen Updates in letzter Zeit)
Das schöne an so nem Frühling ist ja, dass man wieder viel mehr Menschen an der frischen Luft sieht. Auch wenn man es oft gerne vermeiden würde.
Ich weiß, ich bin nicht gerade der richtige Typ, der sich zu dem Style anderer Leute äußern sollte, aber es gibt die ein oder andere Sache die man durchaus beachten sollte.
Nur ein Beispiel: Es ist zu früh für Miniröcke! Versteht mich nicht falsch, Miniröcke sind an sich ne tolle Sache, aber für einen Gang durch den Stadtgarten ist es noch etwas zu früh wenn der Wetterfrosch noch mit Winterpuschen und Glühwein ganz unten an der Leiter sitzt.
Das diese Frau einen Minirock trug der so kurz war, dass ein obligatorischer zweiter Labello erforderlich war, ist natürlich Ehrensache. Liebe Frauen, seit doch bitte nicht immer so klamottenfixiert. Klar, wenn ihr schlanke Beine habt wollt ihr die auch zeigen, ist ja alles kein Thema, aber so ein Bein sieht eine ganze Ecke unästhetischer aus wenn es komplett blau angelaufen ist. Ich war kurz davor mir einen Rauschebart umzuhängen, hinter der Frau her zu laufen und „Sag mal von wo kommst du denn her“ zu singen.
Aber zum Glück sind das alles nur Ausnahmen. Die richtige Flut von Miniröcken kommt ja erst im Sommer. Da kommt auch jeder damit vor die Tür, auch wenn deine Beine durch die Krampfadern so aussehen wie ne Grachtenkarte der Niederlande. Scheißegal. Ich bin da vollkommen schmerzfrei.
Hauptsache ist aber erstmal, dass der Frühling in Schwung kommt. Das hebt dann auch wieder die Stimmung der Leute. Ich erinnere mich noch als ich im Winter ein wenig werfen war und auf dem Spielplatz direkt neben dem Basketballfeld ein kleiner ausländischer Junge mit seiner vollgepullerten Hose an der Rutsche festgefroren ist. Natürlich kam der Vater schnaufend angelaufen und brüllte irgendwas in einer mir nicht bekannten Sprache. Der Junge fing an zu weinen und wurde mit ruckartigen Bewegungen des Vaters von der Rutsche weggebrochen.
Selbe Ausgangsituation im Frühling. Der Junge hat wieder Spaß auf der Rutsche und rutschte den lieben langen Nachmittag die Rutsche runter, bis er auf einmal die Trägheit der Masse unterschätze. Mit anderen Worten: Er flog mal richtig ordentlich auf die Fresse. Doch nix von einem wütenden Vater zu sehen. Der blieb weiter oben stehen und lachte sich nen Wolf.
Und da wurde mir klar: Es wird Frühling.
Klar gibt es auch Menschen bei denen die Winterdepressionen nahtlos in die Frühjahrsmüdigkeit übergehen, aber solche Leute trifft man ja eh nicht in der Öffentlichkeit an. Die sitzen Zuhause auf der Couch und sind zwar mittlerweile so weit, dass sie sich über den von den Nachrichten prophezeiten Zuschlag an Sonnenstunden freuen, sind aber zu faul die Rollladen hochzuziehen um nachzusehen ob es schon soweit ist.
Ich bin da anders und ich empfehle auch allen anderen fröhlich zu sein, schließlich wird es noch genug Gründe geben um depressiv zu sein. Bald ist ja Fußball WM. Dabei sind wir ja jetzt schon Weltmeister – wenn auch im jammern.
Vergesst das alles und macht euch einfach mal einen schönen Tag. Vermeidet Exfreundinnen, tote Vögel am Wegrand und vor allen Dingen Fruchtsaftkartons und trefft euch, falls vorhanden, mit Freunden die immer für Spaß sorgen, dann kommt die gute Laune von ganz alleine. Wenn sich dann auch noch das Thermometer an den Kalenderschriftzug „Frühling“ hält, steht ein paar schönen Tagen nichts mehr im Weg.
Alles wird gut. Bis Morgen.
Mittwoch, März 22, 2006
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