Wie es in meiner Bude aussieht fragt ihr? Naja, überall liegen gebrauchte Taschentücher rum, der Fernseher läuft Marathon und ich fühl mich viel zu sehr ausgelaugt um hier Ordnung zu schaffen. OK, was sich jetzt nach einer ganz normalen Nacht für pubertäre Jungs anhört, hat bei mir einen anderen Hintergrund. Ich bin….*schnief* krank.
Ja, ich hör schon wieder alle sagen: „Ooooohhhh!“ Aber das ist nicht nötig, ich glaub ich pack das schon. Außerdem hat man viel mehr Zeit um sich mal das Fernsehprogramm am Mittag zu Gemüte zu führen. Besonders angetan hat es mir die junge Dame die bei RTL immer die Räume renoviert. Also dachte ich mir, dass es doch eine Möglichkeit geben muss, den Haufen Taschentücher sinnvoll in den Raum zu integrieren.
Versuch Nummer 1: Aufgespannt über die Schreibtischlampe entstehen interessante Schattenspiele an der Decke. Vorteil: Man erkennt immer wieder etwas Neues. Nachteil: Nach einer gewissen Zeit riecht es etwas komisch. Spätestens dann sollte man das Motiv wechseln. Im Langzeittest hat sich das also nicht bewährt.
Versuch Nummer 2: Als Verpackungsmaterial eigenen sich die Taschentücher sehr gut. Einfach das Geschenk in Folie einpacken und schon kann man den Rest des Kartons schön mit Taschentüchern auspolstern. Der Nachteil: Der Spaß des Beschenkten am Auspacken hält sich in Grenzen und so richtig verschönern tut es das Zimmer auch nicht.
Versuch Nummer 3: Zum Pflastern des Weges zur Toilette um keine kalten Füße zu bekommen, sind Taschentücher ungeeignet. Die Füße bleiben zwar warm, aber sie werden feucht. Also auch nicht Sinn der Sache. Ja ich weiß, ist eklig, aber im Fieberwahn denkt man halt nicht alles durch.
Versuch Nummer 4: Man nehme sich eine Plastiktüte und fülle sie mit den (am besten zusammengeknüllten) Taschentüchern. Sobald die Tüte voll ist, knotet man sie oben zu und man hat nicht nur ein bequemes Sitzkissen, sondern auch die Haustiere schätzen es als Schlafplatz. Nachdem ich dann ne ganze Reihe von diesen Dingern produziert hatte, war die Bude dann voll gestellt. Und was macht man mit Sachen die man zu viel hat? Richtig, man beglückt damit seine Mitmenschen. Also habe ich einige davon vor die Haustüre gestellt damit Passanten sie mitnehmen können. Die ersten paar Tage waren nicht so erfolgreich, aber eines schönen Morgens waren alle auf einmal verschwunden. Scheinen wohl besser anzukommen als gedacht.
Also der Gewinner ist Versuch Nummer 4. Ob ich ein Patent anmelden sollte?
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