Dienstag, Januar 31, 2006

Kreatives Dekorieren

Wie es in meiner Bude aussieht fragt ihr? Naja, überall liegen gebrauchte Taschentücher rum, der Fernseher läuft Marathon und ich fühl mich viel zu sehr ausgelaugt um hier Ordnung zu schaffen. OK, was sich jetzt nach einer ganz normalen Nacht für pubertäre Jungs anhört, hat bei mir einen anderen Hintergrund. Ich bin….*schnief* krank.
Ja, ich hör schon wieder alle sagen: „Ooooohhhh!“ Aber das ist nicht nötig, ich glaub ich pack das schon. Außerdem hat man viel mehr Zeit um sich mal das Fernsehprogramm am Mittag zu Gemüte zu führen. Besonders angetan hat es mir die junge Dame die bei RTL immer die Räume renoviert. Also dachte ich mir, dass es doch eine Möglichkeit geben muss, den Haufen Taschentücher sinnvoll in den Raum zu integrieren.

Versuch Nummer 1: Aufgespannt über die Schreibtischlampe entstehen interessante Schattenspiele an der Decke. Vorteil: Man erkennt immer wieder etwas Neues. Nachteil: Nach einer gewissen Zeit riecht es etwas komisch. Spätestens dann sollte man das Motiv wechseln. Im Langzeittest hat sich das also nicht bewährt.

Versuch Nummer 2: Als Verpackungsmaterial eigenen sich die Taschentücher sehr gut. Einfach das Geschenk in Folie einpacken und schon kann man den Rest des Kartons schön mit Taschentüchern auspolstern. Der Nachteil: Der Spaß des Beschenkten am Auspacken hält sich in Grenzen und so richtig verschönern tut es das Zimmer auch nicht.

Versuch Nummer 3: Zum Pflastern des Weges zur Toilette um keine kalten Füße zu bekommen, sind Taschentücher ungeeignet. Die Füße bleiben zwar warm, aber sie werden feucht. Also auch nicht Sinn der Sache. Ja ich weiß, ist eklig, aber im Fieberwahn denkt man halt nicht alles durch.

Versuch Nummer 4: Man nehme sich eine Plastiktüte und fülle sie mit den (am besten zusammengeknüllten) Taschentüchern. Sobald die Tüte voll ist, knotet man sie oben zu und man hat nicht nur ein bequemes Sitzkissen, sondern auch die Haustiere schätzen es als Schlafplatz. Nachdem ich dann ne ganze Reihe von diesen Dingern produziert hatte, war die Bude dann voll gestellt. Und was macht man mit Sachen die man zu viel hat? Richtig, man beglückt damit seine Mitmenschen. Also habe ich einige davon vor die Haustüre gestellt damit Passanten sie mitnehmen können. Die ersten paar Tage waren nicht so erfolgreich, aber eines schönen Morgens waren alle auf einmal verschwunden. Scheinen wohl besser anzukommen als gedacht.

Also der Gewinner ist Versuch Nummer 4. Ob ich ein Patent anmelden sollte?

Sonntag, Januar 29, 2006

Warum es Frauen einfacher haben (Teil 1 - Die Entschuldigung)

Jeder kennt das. Man hat Scheiße gebaut und muss sich jetzt bei der Freundin entschuldigen. Die Vorstellung des Mannes von einer Entschuldigung sieht eher so aus:
Er kommt in´s Zimmer und sagt nur zwei Worte. „´Schuldigung“ und „Essen?“. Nun ist es aber bekannt dass das Weibchen eine andere Vorstellung hat als das Männchen. Was genau das ist, weiß der Mann natürlich nicht und wird es wohl auch nie herausfinden. Deshalb greift er zu seiner Universalantwort: Blumen. Das öffnet schon mal in den meisten Fällen die Möglichkeit zu einer Diskussion. Ja, da muss man jetzt durch. Und siehe da, nach nur ein zwei Tagen darf man schon wieder mit der Freundin am selben Tisch essen. Das bedeutet natürlich nicht dass sie einem das nicht bei der nächsten Gelegenheit wieder vorwirft. Aber gut, das hat man sich halt selber eingebrockt.

Also wie entschuldigt sich jetzt die Frau bei einem Mann? In der Regel kommt das allerdings viel seltener vor. Aber wenn’s dann doch mal soweit kommt, dann reicht in der Regel schon folgendes:
Natürlich der Dackelblick und ein „Es tut mir leid“. Aber das ist nur Nebensache. Das eigentliche Effektive an ihrer Entschuldigung ist ihre Geste. Die Frau steckt dabei ihre Daumen und Handballen unter die Achseln, die restlichen Finger zeigen nach vorne. Und sobald das Wort „Leid“ ihren Mund verlässt, zieht sie gleichzeitig beide Ellenbogen nach vorne.
(Ja, liebe Leserinnen, ich weiß dass ihr das gerade vor dem Bildschirm ausprobiert.)
So einfach es auch klingen mag, es funktioniert

Freitag, Januar 27, 2006

Das *hust* Fußballturnier

Ich weiß, ich weiß, jetzt werden wieder viele sagen: "Was jammert der Idiot über die Präsenz von Fußball im TV, wenn er dann selber zu einem Fußballturnier geht?" Ich geb ja zu, mit mir zu einem Fußballturnier zu gehen, ist das gleiche als wenn man mit Stevie Wonder in eine Kunstgalerie geht. Im Prinzip hab ich nichts davon.
Aber die Sache ist relativ leicht erklärt. Ich bin natürlich nicht wegen dem Sport dahin gegangen, sondern um die alten Schulfreunde mal wieder zu sehen, die ebenfalls als eine Mannschaft der Ehemaligen angetreten sind. Und als zweimalige Gewinner des Turniers, konnten sie sich schließlich nicht drücken. Gut, der Gewinn des Titels liegt jetzt auch schon einige Jahre zurück. Da wurde noch mit ner einfachen Schweinsblase gespielt. Aber immerhin gab´s da mal was.
Nach der Vorrunde des, von einigen Leuten als Comedyprogramm belächelten Frauenturniers, wurden dann ein paar Herren über die Anlage angekündigt. Verstanden habe ich aber nicht wirklich um wen es ging, da die Zuschauer anfingen zu applaudieren und die Kiddies kreischend losrannten um sich Autogramme zu holen. Auf Grund dieser Reaktion dachte ich zuerst, "Was will Tokio Hotel hier?", aber dann wurde ich aufgeklärt, dass es sich um die Spieler Marius Ebbers, Moses Sichone und Laurentiu Aurelian Reghecampf von Alemannia Aachen handelte. (Ja, als ich das hier geschrieben habe, musste ich extra noch mal nachfragen wie die Spieler eigentlich hießen) Und schon hatte ich wieder etwas dazu gelernt.
Nachdem sich dann die, aus der Sicht des Schulleiters, linke Seite in aller Ruhe "entfaltet" hatte um sich Autogramme zu holen, ging dann das Herrenturnier los. Das bedeutete natürlich in erster Linie Warten. Denn bis die Ehemaligen an der Reihe waren dauerte es schon die ein oder andere Stunde.
Während dieser Zeit wurden die Fußballfans mit tollen Toren und Traumpässen bei Laune gehalten. Da ich natürlich für so etwas kein Empfinden besitze, habe ich mich mehr über die Stürze und meilenweit daneben gehende Schüsse gefreut.
Das Turnier hat dann nach einer Weile aber auch alles gehabt was man auch von der kommenden Fußball-WM erwarten kann. Die Mannschaften wurden von den Fans angefeuert, lautstarke Beschwerden über die Schiris schallten durch die Halle, einige Organisatoren wurden zur Käsetheke gerufen, ja sogar das Ergebnis gab auch schon mal den passenden Vorgeschmack. Ich rede natürlich vom Vorrundenaus für die Ehemaligen.
Aber die dadurch verbliebene Zeit haben sie wenigstens bestens genutzt um für Stimmung zu sorgen. Der Dank war dann der Fan-Award, der glaube ich auch das erste mal an eine teilnehmende Mannschaft vergeben wurde. Eine richtige Überraschung war das allerdings nicht, denn wenn es Leute gibt die rumgröhlen können, dann die "Kellerkinder".
Gewonnen hat am Ende die 12.1, deren Stufe das Turnier auch organisiert hat. Aber hey, der 9. Platz ist auch etwas das man in der Zukunft seinen mit Werther´s Echte voll gestopften Enkelkindern erzählen kann.
Das Ganze hat mir den Fußball als Sport nicht wirklich näher gebracht, aber es gab immerhin endlich noch mal einen Anlass um seiner Schadenfreude freien Lauf zu lassen.

Dienstag, Januar 24, 2006

81 Punkte und keinen interessiert es

Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers machte in seinem gestrigen NBA-Spiel 81 Punkte. Das ist die zweithöchste Punkteausbeute in der Geschichte der NBA und ein Meilenstein, der so schnell nicht wieder erreicht wird. So weit so gut.
Jetzt schauen wir uns mal an, was für Schlagzeiten heute die deutschen Medien bestimmt haben.
Hmmm, Politik: Mit Chirac formuliert mal wieder ein Politiker seine angeblich falsch interpretierten Aussagen um und wird von Frau Merkel unterstützt. Aha.
Unterhaltung: DSDS-Neuzugang Didi will sich von der Kohle als Superstar nen Penis kaufen.
Gut zu wissen.
Ach, da haben wir´s ja, Sport: ... in der Formel 1 fährt ein Silberpfeil in orange im Kreis herum.
Wow! Spannend. Da haben wir noch Fußball...bla...bla...bla.
Nichts zu sehen von Basketball. Weder NBA noch BBL. Tja, so ist der durchschnittliche Deutsche halt. Wenn ein Ball nicht gerade durch die Gegend getreten wird oder aus Verona´s Dekoltee hüpft interessiert es ihn nicht. Aber die Fans der zahlreichen anderen Sportarten wie z.B. Eishockey, Baseball, Football, Handball und Schach wird das nicht wundern. Sie sind es gewohnt, dass ihr Lieblingssport in Deutschland zum großen Teil unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. An dieser Stelle ein Lob an das ZDF, die es Tatsächlich geschafft haben, in ihren 10 minütigen Nachrichten kurz von Bryant´s Leistung zu berichten. Naja, schließlich ist es ihre Aufgabe die Leute rundum zu informieren.
Na dann schalte ich doch mal schnell das DSF ein und schau mal, ob ich da etwas finde.
Ach sieh an, da läuft grad Hattrick, naja, Deutschland will halt Fußball sehen. Was kommt denn danach? Oh, Bundesliga, naja OK. Und danach? Ach, endlich...... noch mal Hattrick.
So danach aber. Ach, da kommt das Livespiel aus der 2.Liga. Dann aber....na OK, Analyse das Spiels, muss ja sein. Und dann? Ach LaOla, internationaler Fußball.
Na gut, DSF war auch vielleicht die falsche Wahl. Schauen wir mal auf Eurosport, da läuft schließlich......na gut, auch Fußball. Danach kommt....hmmm, Fußball. Ein WM-Spiel von 1986. UdSSR gegen Belgien, der Klassiker schlechthin.
So, und dann? Ach guck, Fußball...Afrika-Cup LIVE. So das war´s jetzt aber.
Ach, doch noch nicht? Na gut, die Aufzeichnung von nem anderen Afrika-Cup Spiel darf man auch nicht verpassen. So danach noch schnell das zweite LIVE-Spiel vom Afrika-Cup.
Na endlich Fußball vorbei. Jetzt heißt es zurücklehnen, Pizza in den Ofen schieben, ein kaltes Bierchen in die Hand nehmen, die Füße hochlegen und sich erstmal geschmeidig die EM im Eiskunstlauf reinziehen. Hach, da lacht das Herz.
Ich freu mich schon auf den Sommer, wenn wieder Fußball WM ist und ganz Deutschland zu sieht, wie Klinsi´s Elf den Ansprüchen nicht gerecht wird, während im Herbst die deutsche Basketball Nationalmannschaft bei der WM den "Erfolg" der Fußballer in den Schatten stellt. So wird es kommen, doch sind wir doch mal ehrlich, wen interessiert das schon?

Samstag, Januar 21, 2006

Was Frauen wollen...

...sind Arschlöcher. Ja, liebe Freunde der Romantik und des Humors, sie wollen Arschlöcher. So wurde es mir zumindest von einer Freundin erklärt. Nur das geben sie in der Öffentlichkeit nie zu. In Umfragen heißt es immer der Traummann muss Humor und Ausstrahlung haben und dazu noch nett sein. Aber wie sieht die Realität aus?
Ich habe noch nie eine Frau sagen hören: "Boahr, Brad Pitt find ich geil, aber der hat keinen Humor. Der wär nix für mich."
Und das Schlimme ist, dass die Filmindustrie dieses falsche Frauenbild noch unterstützt. Wer kriegt am Ende des Films immer die Traumfrau? Richtig, der kleine, hässliche Glöckner der sie die ganze Zeit zum Lachen gebracht und ihr jeden Wunsch von den Augen abgelesen hat.
So was ist natürlich utopisch. In der Wirklichkeit kriegt das Arschloch die Frau während der nette Typ sich nen Tennisarm holt.
Fazit: Wenn ihr an einer Frau interessiert seid, begrüßt sie nicht mit einem "Hallo. Gut siehst du aus" sondern auch mal gerne mit einem "Schlampe, geh mir aus den Augen". Vielleicht hilft´s ja.