Sonntag, Dezember 31, 2006

Jahresrückblick 2006

Joa, 2006 das war.. naja, wie war’s eigentlich? Im Prinzip kann ich sagen unterhaltsam. Höhen und Tiefen waren ja genug vorhanden. Was bei mir los war, wisst ihr ja schon. Also wird’s Zeit mal über den Tellerrand zu schauen.
Aber fangen wir vorne an.

Anfang des Jahres gab’s die Vogelgrippe. Auf einmal hatten alle Angst vor den Dreckstauben in unseren Innenstädten. Ihm Hänchengrill wurden die Mahlzeiten von den viel beschäftigen Kräften der Bundeswehr einkassiert. Beim Bauern wurden sämtliche Vogelbestände umgebracht, nur weil ein Exemplar genießt hat. Ein Prinzip was Georg Bush beim Terrorkampf im Irak sofort kopierte.

Eine Studie sagt aus, dass die Geburtenrate in Deutschland immer mehr zurückgeht. Dabei wird es uns doch von so vielen vorgemacht. Heidi Klum hat doch dieses Jahr gefühlte fünf Kinder zur Welt gebracht. Aber selbst uns Heidi hatte gegen Argumente wie Supernanny oder das Fruchtalarm-Kind nicht den Hauch einer Chance. Ich selber fühle mich nicht verantwortlich. Ich finde mich noch zu jung für Kinder. Aber Anmeldungen zum Vorsprechen nehme ich gerne entgegen.

2006 war das Mozartjahr. Hat euch das beeinflusst? Wahrscheinlich nicht wirklich. Der Mensch hat ja heute nicht mehr viel mit Kultur zu tun. Der heutige Kulturhöhepunkt des Jahres ist ja schon das Oktoberfest. Dort säuft sich die Jugend und die selbsternannten Junggebliebenen die Birne zu, und wenn sie damit fertig sind, werden sie als Botschafter der deutschen Kultur nach Malle geschickt. Ob das in Mozart’s Sinn gewesen wäre? Ich weiß es nicht.

Dieses Jahr hatten wir einen Rekordsommer. Einige Tage waren so heiß, dass sich manch einer schon ein Bild in den Kühlschrank gehängt hat, damit die Sommerresidenz auch einen persönlichen Touch erhält. Es war so heiß, dass der Bofrost-Mann nur lauwarme Milchshakes verkauft hat. So heiß, dass selbst D! Soost geschwitzt hat. So heiß, dass die Ballermannurlauber zum Saufen auf die Zugspitze gefahren sind. So heiß, dass sogar die Freundin im Bett warme Füße hatte. Es war einfach so heiß, dass sogar M&Ms in der Hand geschmolzen sind.

Weltjugendtag in Köln. Die Jugend aus aller Welt versammelte sich an einem Ort um dem Papst zuzujubeln. Selten wurden so viele betende Jugendliche und Kinder auf einen Haufen gefunden. Ihre Gebete wurden erhört. Keine Anzeichen von Terror oder sonstigen Vorfällen. Sogar Michael Jackson blieb Zuhause.

Fußball-WM in Deutschland. Tausende Menschen stürmen mit Deutschlandflaggen auf die Straßen. Was war das für eine Atmosphäre? Ganz Deutschland trat einheitlich auf und überraschte den Rest der Welt mit seiner Lebensfreude. Etwas das man in Deutschland lange vergeblich suchte. Und die gute Stimmung im Lande puschte unsere Helden und brachte uns unter die letzten vier. Etwas das wir sonst nur von der Pisa-Studie kannten.

Problembär streift durch Bayern. Und damit meine ich nicht, dass Paris Hilton auf dem Oktoberfest war. Der von den Medien Bruno getaufte Bär, wilderte durch die Berge und Täler und machte auch vor den Siedlungen der Einwohner nicht halt. Natürlich meldet sich da der Herr Stoiber zu Wort und gibt Bruno zum Abschuss frei. War zu erwarten. Wenn es etwas gibt dass Ede nicht ausstehen kann, dann sind es illegale Einwanderer.

Und schon sind wir beim nächsten Thema. Gammelfleisch. Der Anfang war gemacht, doch dann ist halt auch mal Pause angesagt. Lange hat es irgendwo vor sich hingelungert. Nicht wirklich was gemacht. Eigentlich immer nur im Weg gewesen. Doch eines schönen Tages beschließt einer, es dann doch seinem ursprünglichen Nutzen zuzuführen. Axel Schulz zurück im Ring. Kein schöner Anblick. Noch Tage wird einem beim Zustands seines Gesichts irgendwie anders.

Ja, es ist doch recht viel passiert dieses Jahr. Auch bei mir. Aber in meinem Weblog findet man ja nix persönliches *hust*. Aber wie war’s bei euch? Was war für euch wichtig? Was war besonders toll oder besonders traurig? Krieg ich ein Lebenszeichen von euch? Comments gibt’s wie immer rechts unten. Wünsch euch allen nen guten Rutsch und ein super Jahr 2007 in dem ihr sicher wieder was von mir hören werdet. Macht’s gut.

Samstag, Dezember 30, 2006

Ein Jahr Weblog

Ja, dieses Weblog gibt es jetzt schon ein Jahr. Erstaunlich. Am liebsten würde ich ja allen Lesern persönlich für die Treue und Inspiration danken, aber da beide gerade nicht anzutreffen sind, werd ich das wohl verschieben müssen.
Okay, man munkelt ja, dass die Dunkelziffer höher ist, aber so genau weiß man das ja auch nicht. Ich für meinen Teil habe mir meine bisherigen Einträge noch mal angesehen und verwundert festgestellt wie wirr so ein Menschliches Hirn denken kann. Was wurde nicht alles erörtert? Sport, Männer und Frauen, Dekorationen, Gott, Humor, Alter, Denkweisen, Freizeitbeschäftigungen, Jahreszeiten, Pflichten des Alltags, Technik, Umfragen, Weisheiten, Sinnfragen, das Leben der Freunde und viel zu viele Pausen. Eine Liste die so lang ist, dass ihr jetzt schon wieder das Erste vergessen habt. (Pause damit ihr nachschauen könnt)
Hin und wieder gabs auch mal Feedback, was mir auch geholfen hat. Einige fanden es lustig, einige informativ und so mancher hat sich sogar selber wieder erkannt.
Mein Fazit lautet also: Ziel erreicht. Wenn auch in einem recht engen Kreis. Aber wenn schon einige wenige ab und zu Freude an diesem kreativen Blödsinn gefunden haben, war’s das wert.
Geht es weiter? Ich hoffe doch. Ist das verlangen da? Keine Ahnung. Ich rufe hiermit also dazu auf eure Meinung zu äußern. Welches Fazit zieht ihr? Coments gibt’s unten rechts.

Samstag, Dezember 23, 2006

Weihnachten

Es ist wieder soweit. Weihnachten. Das Fest der Liebe und Besonnenheit. Man sollte aber natürlich auch an die Leute denken, die nicht so viel Glück haben. Es gibt auch dieses Jahr wieder genug, die die folgenden Tage nicht mit den Menschen verbringen können, die sie lieben. Stattdessen feiern sie im Kreise der Familie.
Jaaa, aber ich finde Weihnachten ist schon ein Familienfest. Da bin ich traditionell. Ich will auch gar nicht Heiligabend in der Disko verbringen, wo dann hunderte von Leuten ihren Weihnachtsfrust wegtanzen.

Was nicht heißt, dass ich in der Weihnachtszeit nicht unter Menschen gehe. Bekanntlich gibt es ja schon viele Tage vorher Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte.
Man hört ja immer dass diese Märkte viel kommerzieller sind als die meisten denken.
Aber eben diese stört so was auch nicht. Da zähle ich mich gerne zu. Weihnachtsmärkte werden eh nur besucht, um sich in Stimmung zu bringen. Da sieht man alte Bekannte wieder, die es wirklich zu etwas gebracht haben in ihrem Leben. Wissenschaftler oder Arzt kann jeder werden, aber Menschen die auf Weihnachtsmärkten mit nem Lötkolben individuelle Namen ins Frühstücksbrettchen brennen, erreichen wirklich die Leute. Ich war schon schwer am überlegen, ob ich solche Leute nicht unterstützen soll und mein hart verdientes Geld für ein Brettchen mit den Namen „Mällani“ gerne weiterreichen würde. Man soll ja an Weihnachten nicht alles auf die Goldwaage legen.
Highlight ist natürlich wie jedes Jahr der Glühweinstand. Davon gibt es immer mehr. Klar, wo sonst wird man sein Altöl leichter los, als wenn man es auf dem Weihnachtsmarkt den Minderjährigen als Heißgetränk verkauft?
Sehr gut gefällt mir auch immer der Weihnachtsmann, der über diesen Markt zieht und an kleine Kinder noch kleinere Geschenke verteilt. Und während sich diese kleinen Kinder mit den Restbeständen des letzten Trödelmarkts vergnügen, geht der feine Herr Weihnachtsmann mit dem gestressten Papa einen heben. Und wo wir grad bei „einen heben“ sind…

Weihnachtsfeiern. Hier kommen sich die Menschen noch wirklich näher. Nein, jetzt kommt keine Anspielung auf den FC Bayern. Ich meine das absolut ohne Hintergedanken. Zwar gibt es genug die sich bloß die Birne voll tanken wollen, aber man findet eben doch auch welche die wissen wann’s genug ist. Unter Umständen trifft man alte Freunde wieder, mit denen man gerne den Kontakt etwas besser gehalten hätte, denn das ist immer noch besser als die neu kennen gelernten Asis deren Bekanntschaft man lieber nie gemacht hätte.
Wenn man sich dann entscheidet leicht beschwipst die Gesellschaft zu verlassen, ist man am Ende vielleicht sogar überrascht, dass der Weg nach Hause schöner sein kann als die eigentliche Feier…

Ich rede natürlich von der Ruhe die man dann genießt. Denn wie schon gesagt ist Weihnachten ja auch das Fest der Besinnung. Eine Denkweise die uns über das nachdenken lässt, was gut war und nicht wie viel noch in den Schädel passt. Schließlich geht es an Weihnachten um die Geburt von Jesus und nicht um seine langen Reisen mim Kegelclub.
Viele kennen den Hintergrund von Weihnachten auch überhaupt nicht mehr. Obwohl gerade junge Mädchen heutzutage Maria als eines ihrer Vorbilder nennen. Ich mein ist klar. Welche Beispiele kennt man sonst noch, wenn man seinen Eltern zwar beichten muss dass man schwanger ist, aber dabei möglichst glaubwürdig versichern will dass man noch Jungfrau ist?
Während heute der Vater grimmig guckt, hat’s damals der Joseph geglaubt. Der Depp.
Naja, so ist halt der Mann. Was soll er auch machen? Damals gabs ja noch kein Olli Geissen. Er nimmt es als Geschenk Gottes und verkündet es der ganzen Welt.

Das ist auch so eine Sache an Weihnachten… Geschenke. Jeder hat mindestens eine Person die sagt: „Ich will nix“. Man kennt ja so Leute die nie wissen was sie wollen, aber es gibt auch welche die wirklich nichts wollen. Was macht man da? Im Prinzip ist so was ja der perfekte Lebenspartner, aber ob diese Einstellung in einer Partnerschaft lange Bestand hätte, wage ich mal zu bezweifeln. Und dann macht man sich halt in aller Ruhe auf den Weg zum Einkaufen. Ist ja schließlich der 23. und da haben ja die meisten schon alles gekauft. Ein scheinbar weit verbreiteter Irrglaube. Ne halbe Stunde später liegt man mit einer kleinen, pummeligen, türkischen Mama aufm Boden vom Karstadt und prügelt sich um das letzte Bündel Wollsocken.
Oder wenn man ganz verplant ist, fängt man an sich von einem Medi Max-Verkäufer beraten zu lassen und will unbedingt wissen, wie schnell denn das Gerät seiner Empfehlung ne DVD-RW brennen kann und verlässt dann zufrieden mit dem Toaster unterm Arm den Laden.

Aber dann kommt ja das aufwendige Einpacken. Ich weiß nicht wie’s bei euch aussieht, aber ich kann’s nicht. Vielleicht stell ich meine Ansprüche auch zu hoch, aber ich denke am Ende sollte es doch noch ganz entfernt die Form haben, die der Inhalt auch hatte. Versteht mich nicht falsch, ich rede nicht vom Geschenk, sondern von mir. Wenn ich schon dieses „Ritsch“ beim Abrollen des Tesafilms höre, krieg ich Platzangst. Innerlich seh’ ich mich nämlich schon wieder zusammengerollt in Tesa in der Ecke liegen und versuche vergeblich meinen rechten Fuß vom Hinterkopf zu lösen. Ich geb’ mir echt Mühe, wenn ich schon mal anfange, aber meistens ist es halt zu viel Aufwand.

Naja, wollte ich alles gar nicht erzählen…
Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest. Ich hoffe ihr habt an diesen Tagen alle jemanden Besonderen bei euch, oder seid in Gedanken zumindest bei ihnen. Und wenn nicht gibt es sicher einen, der an euch denken wird.

Montag, November 20, 2006

Fitnesswahn

In meinem Freundeskreis ist auf einmal das Fitnessfieber ausgebrochen. Alle sind sie am rumlaufen, Gewichte heben und schwimmen.
Die meisten joggen auf einmal. Keine Ahnung warum. Wahrscheinlich weil sie merken, dass sie altern und plötzlich der Meinung sind, dass sie in ihrem bisherigen Zustand keine paarungswillige Partner mehr finden.
Gut, die meisten haben auch nichts zu tun - also sind Studenten. Oder wollen einfach Frust aus der Partnerschaft abbauen
Und jetzt laufen sie alle Runde um Runde wie die Bekloppten durch die Stadt.
Fühlen sich dann auch bestätigt durch das rhythmische Klatschen der Passanten. Das baut natürlich Selbstvertrauen auf .Bis sie dann irgendwann mal in eine ruhige Waldpassage kommen und feststellen, dass nicht die Passanten geklatscht haben, sondern ihr Oberschenkel im Takt aneinander geklatscht sind.
Keine Frage, sich etwas fitt halten ist schon wichtig, aber man kann es auch übertreiben. Da gibt’s dann so Leute die jede freie Minute ins Fitnessstudio laufen. Das sind dann auch meistens die Leute, wo man auf den ersten Blick sacht: „Hmmm, sieht ja super aus. Alles am richtigen Fleck. Nicht zu viel, nicht zu wenig.“ Und dann nehmt euch mal die Frechheit raus, diese Menschen zu fragen, warum sie das nicht als ausreichend empfinden. Da kriegt man dann so Antworten wie: “Jaaa, so ein Titanarsch ist ja was tolles, aber solang der nicht Wallnüsse knacken kann, nicht toll genug.“
Gut denn, jedem das seine. Ich persönlich brauch jetzt keinen Titanarsch.
Ich brauch auch keinen an meiner Freundin, um Mal das Thema des paarungswilligen Partners noch mal aufzugreifen.
Und ich will auch keine Nüsse die mit dem Hintern eines anderen Menschen geknackt wurden. Aber es gibt halt Fetischisten für alles.
Schwimmer kenn ich auch. Sind tolle Menschen. Denen die es so richtig schön übertreiben traut man sich kaum noch die Hand zu geben, weil man dieses komische Gefühl dieser ständigen Duplo-Finger nicht abhaben kann. Aber so Schwimmhäute zwischen den Fingern find ich schon auch ne modische Sache. Und auch so praktisch. Wie oft ist einem an der Kasse im Supermarkt schon das Kleingeld durch die Finger gefallen? Passiert denen nicht. Absolut klasse.
Wieder andere pumpen die ganze Zeit an Gewichten rum um einfach Muskeln aufzubauen. Das sind dann die wo man sich nach nem Jahr immer noch fragt, ob das jemals anschlägt. Ich mein, selbst der Osten hatte etwas worauf man aufbauen konnte. Ich sehs schon vor mir, wie diese Leute in 5 Jahren bei der Wiederauferstehung von The Swan sich ein Stück ihres Hinterns in die Oberarme verpflanzen lassen, nur damit es nach was aussieht.
Gibt sogar welche bei mir die sich in der Uni schon mal von nem Freund die passenden Striche auf den Seitenspeck malen lassen. ;)
Nein, das war natürlich Spaß. So bekloppte Leute kenn ich nun auch wieder nicht.
Wirklich bekloppt ist eigentlich nur der, der solche Einstellungen kritisiert und selbst im Sommer nur mit Polizeikräften und Wasserwerfern vom Freiplatz gescheucht werden kann.
Fazit: Sport ist ne feine Sache, solang es beim Spaß am Sport bleibt und der Fitnesswahn nicht in Schönheitswahn ausartet. Schreibt das auf.

Dienstag, November 07, 2006

Zitat der Woche: Inspiration




Inspiration is the most important thing
'Cause without inspiration you start thinkin'
And if you start thinkin', you start forcing things
And thats never good

[Jay-Z]



Sonntag, Oktober 08, 2006

Einmal on the Rocks bitte

Habt ihr gewusst, dass es in einigen Lokalen Eiswürfel in den Urinalen gibt? Jaha, ich hab auch erstmal komisch geguckt, aber das gibt es wohl tatsächlich. Wenn man so was sieht, fragt man sich natürlich als allererstes, warum das so ist und als zweites, ob die eisgekühlte Limo von eben nicht doch etwas komisch geschmeckt hat. Zweites verdrängt man aber am besten schnell wieder.
Also versuchen wir mal die erste Frage zu klären. Warum gibt es sowas? Gut, die Frage stellt man sich auch bei Paris Hilton, aber hierbei fallen einem direkt einige Möglichkeiten ein.

1. Der Urin soll gekühlt werden. Eine Methode auf die die sauberen Herren von der Drogenkontrolle der Tour de France gekommen sind und die jetzt im großen Stil getestet wird. Muss Urin gekühlt werden damit es einfacher ist Spuren von illegalen Substanzen festzustellen? Wo sind die Leute vom Bio LK wenn man sie braucht? Egal, ich hab ja noch mehr Theorien.

2. Der Mann an sich ist ja gerne von sich in einem unberechtigten Maße überzeugt. Wenn er auf der Tanzfläche seinen Ricky Martin Hüftschwung präsentiert, findet er das gerne mal beeindruckender als die eigentlich zu beeindruckende Person. Doch im Laufe des Abends muss auch der beste Tänzer mal Austreten. Diese Zeit wird natürlich nicht vergeudet. Also übt er auch beim Wasserlassen weiter hart an seinem Hüftschwung, sehr zur Missgunst der Putzfrau. Also ist diese nicht blöd und legt ein paar Eiswürfel ins Becken damit der Mann zum zielen motiviert wird. Klingt logisch und hat auch noch einen weiteren positiven Nebeneffekt…

3. Es dient der psychologischen Unterstützung des Mannes. Das Date läuft beschissen. Die Traumfrau am Tisch langweilt sich zu Tode, weil er das Maul nicht aufkriegt, da er so nervös ist. Also geht er ins Bad und baut sich selber wieder auf. Ganz genau: Er bringt für den Anfang wenigstens hier das Eis zum schmelzen.
Sichtlich erleichtert und stolz verlässt er wieder das „stille Örtchen“, rückt den Kragen zurecht und sagt auf dem Weg zurück zum Tisch jedem der es wissen will, dass er zwei Eiswürfel gekillt hat. Das neue Selbstvertrauen fällt auch der Frau auf, er kriegt ne neue Chance, sie verlieben sich, machen nen Stall voll Kinder und leben glücklich bis ans Ende ihres Lebens.

Ja, liebe Frauen, ihr mögt lachen, aber das würde wahrscheinlich wirklich funktionieren. So einfach ist der Mann halt gestrickt. Aber bildet euch bloß nicht ein, dass es das bei euch nicht gibt, weil es bei euch nicht so funktionieren würde. Möööp, falsch! Das gibt es bei euch aus drei Gründen nicht. Erstens weil es sich als Frau deutlich schwerer Zielen lässt. Zweitens benutzen nur wenige Frauen ein Urinal. Drittens: Wenn man in eine normale Toilette nen zu großen Haufen Eiswürfel kippen würde, wäre das sehr gefährlich. Weil wegen der Feuchtigkeit…weil dann könnte… Hmmmm, wie soll ich es erklären… Kennt ihr das, wenn man im Winter an einer gefrorenen Stange leckt?

Nein, das werde ich jetzt nicht weiter ausführen. Frauen brauchen so etwas halt nicht. Sie stehen halt nicht so unter Zugzwang wie Männer. Das einzige Eis das sie haben ist im Grunde auch eher ein Problem für den Mann. Die kalten Hände. Woher kommen die? Sowas haben doch fast alle Frauen. Gibt es wirklich so viele genervte Putzfrauen. Ich weiß es nicht.

Dienstag, September 05, 2006

Back 2 business

Die letzten Einträge waren zu ernst? Naja, ich hab halt nie den Anspruch erhoben lustig zu sein, das wart nur ihr alleine. Ich schreibe über das was in meinem Umfeld passiert und das waren in meinem Freundeskreis eben mehr betrübte Themen. Die meisten dieser Freunde werden sich wohl in meinen Einträgen wiedererkannt haben und wissen, dass sie dennoch anonym geblieben sind.
Viele schwere Themen sind verarbeitet worden, doch so geht’s nicht weiter. So langsam dringen die ersten Sonnenstrahlen wieder durch die Wolkendecke und wir blicken besseren Zeiten entgegen. Natürlich verbreite ich lieber gut Laune als philosophisches Grübeln und ich hoffe, dass es bald wieder genug zu berichten gibt.
Also heißt es: Hirn aus und los geht’s. Ein Neuanfang will gestartet werden.

Positiver Overkill?

Kennt ihr diese Art von Menschen bei denen ihr denkt, dass sie nix umhauen kann? Natürlich kenn ich auch so jemanden.
Ich hab da so ne Freundin. Nennen wir sie mal Carrie. Man kennt sie eigentlich nur als eine Sorte Frau, die dir, wenn du Scheiße baust, die Schädeldecke abschraubt. Ja, man könnte sie sogar als dominant bezeichnen. Aber nicht auf eine tyrannische Art. Sie weiß einfach was sie will und das solltest du auch. Denn sie sieht zwar so aus, dass man in Versuchung gerät, sein Glück zu versuchen, aber dann hast du das Pech und erwischst den Piranha im Goldfischglas. Denn wenn du sie im falschen Moment ansprichst, kann es schon mal sein, dass sie dich so zur Sau macht, dass es dir kalt den Rücken runter läuft. Aber für deinen Schweißausbruch hat sie dann wieder Verständnis und hängt dich an deinen Cochones zum trockenen auf.
Naja, so war sie zumindest. Mittlerweile hat sich das ein wenig geändert. Situationen verändern Menschen halt manchmal.
Man lässt halt vieles nicht an sich ran und kommt so gut durchs Leben, aber irgendwann kommt’s dann auch für diese Menschen mal so hart, dass sie anfangen nachzudenken. Es passiert einfach mal etwas an dem man zu knabbern hat. Dann lernt man diese Leute plötzlich ganz anders kennen. Klar, sind sie immer noch die alten, aber doch auch irgendwie anders. Man redet plötzlich über Dinge die vorher nie ein Thema waren. Überheblichkeit und Rumgenerve nimmt ab, weil sie zur Abwechslung mal in der Position sind wo sie Abkacken. Viele wirken dann vielleicht besonders abweisend oder noch verständnisloser als sonst, aber das liegt dann einfach daran, weil sie sich erstmal mit sich selber beschäftigen müssen. Da bleibt nicht viel Platz für Probleme anderer Leute, denn man steckt ja selbst mitten drin und erwartet Verständnis. Also macht euch keine unnötigen Sorgen, wenn ein Freund von euch, den ihr als besonders stark im Kopf habt, in solchen Situationen plötzlich was abweisender reagiert. Gerade diese Personen sind es ja die es schaffen mit ihren Dingen klar zu kommen und dann ist auch schnell wieder alles in Ordnung.
Aber zunächst ist dieses „Abkacken“ ja ein längerer Prozess, der nur manchmal durch Ablenkungen unterbrochen wird. Das können Kleinigkeiten sein wie spezielle Tätigkeiten oder besondere Personen sein, die einfach dafür sorgen, dass sich mal nicht alles um das Eine dreht. So was bedeutet dann nicht zwangsweise eine komplette Änderung, aber es ist halt eine Abwechslung.
Bei besonders schlimmen Fällen müssen zur Ablenkung echte Extremfälle her. Die zunächst gar nicht als Ablenkung realisiert werden. Egal ob negativ oder positiv, denn das interessante ist ja, dass man durch so was auf jeden Fall abgelenkt wird und sich mal mit einem anderen Thema beschäftigt. Das ist vielleicht ebenfalls nicht besonders erfreulich, aber irgendwann stellt man dann fest, dass es einem geholfen hat zu realisieren, dass es noch andere Dinge gibt als das, was einem zuvor noch unendliches Kopfzerbrechen bereitet hat. Dann beschäftigt man sich mit mehreren Dingen gleichzeitig und dieser Overkill lässt einen dann vielleicht mal abschalten und man geht wieder raus und erlebt bröckchenweise wieder Dinge die einem Spaß machen. Die Rückkehr zu alter Stärke? Könnte sein.

Sonntag, September 03, 2006

Was dich nicht umbringt…

Ich denke jeder hat mal eine Phase durchgemacht, wo er etwas erleben musste, was ziemlich schlimm war. Egal ob körperlich oder seelisch. Da kommt einem dann immer der Spruch in den Sinn „Was dich nicht umbringt, härtet dich ab“. Aber ist Abhärten immer gut? Verliert man dadurch vielleicht die Sensibilität für bestimmte Situationen?
Erfahrungen bringen natürlich immer was im Leben. Wenn man bereits einen Autounfall hatte, dann behält man diese Erfahrung für immer. Wenn man dann einen 18-Tonner auf sich zurasen sieht weiß man: Uh, das wird wehtun. Aber hilft mir das wirklich?
Bei seelischen Problemen ist es ja meist noch schlimmer. Ich war ja schon immer für die Schmerztherapie, bei der man sich seinen Problemen, egal wie schlimm sie sind, stellt und dann hofft, dass sie schnell vorbei gehen. Das ist zwar wie Pflasterabreißen, aber es hilf und härtet, wie gesagt, ab.
Es gibt halt Situationen in denen man hofft, dass etwas vorbei geht und wenn’s dann soweit ist, fühlt man sich zwar erleichtert, aber irgendwie nicht ganz so befreit wie erwartet. Könnte daran liegen, dass einem dann die ganzen Dinge auffallen, die vorher als nebensächlich betrachtet und somit nicht weiter wichtig waren. Ein wirkliches Problem hat man aber erst, wenn man realisiert, dass man um diese „nebensächlichen Dinge“ zu erkennen, mittlerweile zu abgehärtet ist und einfach gar nix mehr ankommt.
Was ist also die bessere Methode um mit Problemen umzugehen? Einfach reinstürzen und abhärten lassen, was dafür sorgen kann, dass man für gar nix mehr empfindlich ist?
Oder doch lieber auf alles pfeifen und Probleme einfach nicht entstehen lassen, indem man vor ihnen wegrennt?
Dumm ist nur wenn beide Typen aufeinander treffen und dann ein Problem haben. Dann macht einer Party während der andere von dem 18-Tonner erwischt wird.

Sonntag, August 13, 2006

Ehrlichkeit

Ich hasse nichts mehr als verlogene Menschen. Klar, benutzen alle Leute so Floskeln wie „Du siehst gut aus“, „Hast du gut gemacht“ oder „Ich will überhaupt nichts von deinem besten Freund“, aber irgendwo ist die Grenze. Nur wo liegt die? Ist es schon unehrlich, wenn ich jemanden etwas verschweige, dass ich eigentlich sagen will oder sollte? Selbst da gibt es ja wieder Unterschiede. Dinge nicht zu sagen, die beiden Parteien das Leben nur schwerer machen würden, ist ja eigentlich was Gutes. Ihr geht ja auch nicht in einer Disco zu einer Frau hin und sagt ganz offen, dass ihr gerne mal ihren Kamin fegen wollt. Naja, zumindest die meisten von euch nicht. Das wiederum wäre ehrlich gewesen. Also kann Unehrlichkeit was gutes sein? Nicht wirklich. Ehrlichkeit macht zwar Sachen komplizierter, aber die darauf folgende Klarheit, ist einem dann lieber, als so ein blödes hin und her. Eine gewisse Sensibilität für den richtigen Zeitpunkt sollte man aber schon haben. Auf ner Party mit alten Freunden kommt es meist nicht gut an, wenn man als erstes die Runde macht und jedem sagt wie scheiße er doch ist. Wenn er nachfragt, gerne. Kommt ruhig alle zu mir und fragt mich was ich von euch halte. Dann kann bei mir jeder Arsch bekommen was er will. (Ein Satz der besonders in Köln gut ankommen sollte) Das gleiche erwate ich aber auch von allen anderen. Ich hab nix davon, wenn mir jemand Sachen verheimlicht, nur damit es mir besser geht. Schließlich bin ich Deutscher und die leiden halt gerne mehr als nötig. Deswegen jammern ja auch so viele, obwohl einem der Verstand sagt, dass es keinen Grund gibt. Aber so was hat ja nicht immer was mit dem Verstand zu tun.
Es ist schlimm heraus zu finden wenn jemand nicht ehrlich zu einem war, aber es ist noch schlimmer wenn dieser jemand man selber ist…
Schreibt das auf.

Samstag, August 12, 2006

Stolz

Stolz ist ne komische Sache. Jeder empfindet es anders und jeder hat andere Gründe um Stolz zu sein. Das Problem ist die Zielsetzung einiger Leute. Wenn diese zu hoch angesetzt sind, kann man am Ende nicht zufrieden sein mit dem was man erreicht hat. Deswegen sind planlose Menschen auch immer viel glücklicher. Es gibt eben welche die sind erst stolz, wenn sie besondere berufliche Leistungen erbracht haben, der Menschheit was gutes tun konnten oder bei Media Markt nen Verkäufer gefunden haben, der wirklich weiterhelfen konnte.
Natürlich klafft da auch eine große Lücke zwischen Mann und Frau. Die Frau ist stolz auf ihre Familie und was für ein harmonisches Leben sie doch hat. Der Mann hingegen ist stolz auf das, was er abends in seinem Bauchnabel findet.
Aber oft steckt halt der selbe Gedanke dahinter. Männer sind stolz auf ihre Autos, Frauen auf ihr Aussehen. Jetzt werden viele sagen, dass man das schwer vergleichen kann, aber bezahlt erstmal die ganzen Arbeitsstunden die für die Profis draufgehen, die euch das Serienmodel so hinrichten, dass es so aussieht wie ihr es euch vorgestellt habt. Und auch die Ergebnisse sind ja auch für beide interessant und vergleichbar. Der optimierte Körper der Frau bringen dem Mann mindestens genau so viel wie der Frau die Massagefunktion des Beifahrersitzes.
Klar, ist das der optimale Fall. Zu viel Stolz führt ja bekanntlich auch zu einer Menge unangebrachtes Selbstvertrauen. Da wird dann gerne mal das Maul so weit aufgerissen, dass man damit das Abfallproblem beim Streik der Müllabfuhr ohne Probleme gelöst hätte.
Dann gibt es aber auch noch diejenigen die auf nichts stolz sind. Deren Leben wird entweder von Depressionen geprägt oder sie sind Studenten und vegetieren vor sich hin.
Worauf ich stolz bin? Hmmm, gute Frage. Beruflicher Erfolg? Kommt vielleicht noch. Eigene Familie? Fehlt das willige Gegenstück. Auto? Nix da. Selbst der Bauchnabel gibt nix her.
Weiß jemand was? Positives Feedback kann Stolz auslösen…nur so am Rande.

Mittwoch, Juni 21, 2006

Sexy Musik macht dicke Eier

Eine Studie der Universität London und des Max-Planck-Instituts in Bayern hat belegt, dass die Eier größer werden wenn „sexy Musik“ im Spiel ist. Also bei (ohne m) Vögeln.
Die haben 45 Kanarienvogel-Weibchen mit unterschiedlicher Liebesmusik beschallt. Das Ergebnis: Die gelegten Eier wurden durch die gespielte Musik größer.
Viele Single-Männer haben jetzt wahrscheinlich den Rückschluss gezogen, sich Heimatmelodien auf den MP3-Player gespielt und dann die Kopfhörer mit Klebeband in der Hose befestigt mit der Hoffnung, dass die Schwellung endlich zurückgeht.

Sonntag, Juni 18, 2006

Der Abiball (Nein, nicht meiner)

Gestern war Abiball in unserer alten Schule, also dachte ich man könnte ja mal dahingehen und alte Bekanntschaften auffrischen. Das hat auch super geklappt. Wenn man mal den diesjährigen Jahrgang außen vor lässt, dann war der Rest mindestens zur Hälfte alte Mitschüler von mir. Ich will jetzt nicht sagen, dass wenig los war, aber wenn ich ne Freundin die sich am anderen Ende der Aula befand so gerufen hätte wie ich es geplant hatte, hätte sie mich gehört. (Ja, Insider müssen auch mal sein).
Aber da sind wir schon beim ersten Thema des Abends: die Freundinnen. Wenn man so eine Feierlichkeit betritt, merkt man schnell dass sich die Mädels von damals zu Frauen entwickelt haben. Ich rede nicht von Körperproportionen wenn ihr das denkt. Ich rede vom Mutterinstinkt. Alle müssen sofort an einem rumfummeln. Das dumme dabei ist nur, dass jede „Mutter“ eine eigene Vorstellung hat. Folgendes ist passiert: Ich komm rein und schon hab ich die erste an der Backe kleben „Mach mal den Kragen richtig! Der gehört ins Jacket.“ Ich gebe zu ich hab keinen Plan von Mode, also hab ich einfach mal gemacht was mir gesagt wurde. Drei Meter weiter (ungelogen) schallt es mir wieder entgegen: „Mach mal den Kragen richtig! Der gehört drüber.“ Und schon war sie am rumfummeln. Ja, jetzt denkt jeder: Das waren die beiden Möglichkeiten. Aber Möööp! Da habt ihr den Zonk gezogen. Auf dem Weg zur Theke kommt mir Dame Nummer drei entgegen. „Was ist denn das? Das is ja nix halbes und nix ganzes. Tut mir leid aber wenn ich so was sehe…“ Naja, der Rest ist bekannt.
Danach war ich aber dann soweit dass ich sämtliche Zurufe diesbezüglich einfach ignoriert habe. Aus Fehlern lernt man und außerdem ist das uns Männern eh egal.
Aber im Prinzip lief der Abend wie jeder andere auch. Telefonnummern wurden ausgetauscht. Freunde mit solchen Blähungen, dass das ganze Gebäude eigentlich unter Quarantäne gehört hätte, begrüßten einen wie gewohnt. Man lernt Eltern kennen von denen man schon viel gehört hat. Man redet mit nem Mädel und ist in den Augen der Gesellschaft sofort mit ihr zusammen. Fünf Minuten später trifft das auf ne andere Frau zu…der ganze Schmarn halt weswegen man zu so was hingeht.
Auch wenn nicht viel los war, der harte Kern der da war, brachte wenigstens gute Stimmung und an der Band sollte es auch nicht liegen, denn die war wenigstens gut wenn ich an unseren Abiball zurückdenke. Ein wenig Schade war nur, dass es keine kalten Getränke gab. Könnte daran liegen, dass die Colaflaschen frei auf dem Tisch standen und nicht im Kühlschrank. Aber immerhin war das Bier kalt als es aus dem Hahn kam. Gut, es stand danach ne Viertelstunde aufm Tisch rum bevor es ausgegeben wurde, aber was sich jetzt dramatisch anhört, war ja eigentlich nicht so schlimm wenn man bedenkt, dass in dem Bier eh keine Kohlensäure drin war.
Tja, so ging das die ganze Nacht - also bis 2 Uhr. Dann war Schicht. Aber so schnell haben wir ja nicht aufgegeben. Ich bin dann noch mit ner Freundin nach Hause, damit die feine Dame das Tretleder wechseln konnte. Warum sie das nicht alleine konnte? Naja, wofür sind wir Männer denn da? Zum Schleppen natürlich. Also lief ich nachts mit ner Damenhandtasche durch die Stadt und ich bin mir sicher, dass mich der ein oder andere junge Kerl angesprochen hätte, wenn ich nicht die dazugehörige Frau an der Seite gehabt hätte. Ich hätte dann aber auch nen Hüftschwung hingelegt der Bruce Darnell Tränen in die Augen getrieben hätte. Nur nebenbei bemerkt: Sie hat die Strecke barfuss zurückgelegt. War bestimmt mindestens ne genau so tolle Erfahrung.
Nach dem PitStop passierte etwas, das ich nicht für möglich gehalten hätte. Ich bezahlte Eintritt für Berks! Diejenigen die sowohl Berks als auch mich kennen wissen was das heißt.
Drinnen befanden sich dann ein Teil des Abijahrgangs und ein paar andere Leutchen. Aber zumindest wurde man schnell warm mit denen. So schnell wie das geschehen ist, waren die aber auch wieder weg. Ich find ja Berks schon bescheiden, aber wenn ich dafür bleche, bleib ich auch länger als ne halbe Stunde. Aber zum Glück blieb noch einer da der mir die Arbeit abnahm mit der eben genannten Freundin zu Liedern zu tanzen die sogar in den irakischen Kriegsgefangenenlagern als zu unmenschlich betrachtet werden. Ich bin ja an sich ein ganz großer Tänzer, aber irgendwo ist auch bei mir ne Grenze. Jetzt kommt aber das tolle: Ich habe mich auf nen Hocker gepflanzt und umgeguckt ob es tatsächlich jemanden da gibt, der tanzen kann. Für diese Aktion wurde ich dann von der Freundin als besoffen bezeichnet. An dieser Stelle möchte ich mal ohne Zusammenhang loswerden, dass ich günstig einen Perso von einer jungen Frau ca. 20 mit dunklen Haaren abzugeben habe.
Aber irgendwann war es auch denen zu eintönig und wir verließen die Lokalität wieder um ein leckeres nahrhaftes Frühstück bei Mäckes einzunehmen. Ist ja direkt um die Ecke. Zu Fuß höchstens ein ¾ Stündchen. Wenn ich jetzt auch noch auf die Einzelheiten des Gesprächs auf dem Hinweg eingehen würde, würdet ihr morgen noch hier dran sitzen. Ist jetzt schon wieder zu lang geworden… Gut, machen wir’s kurz: Der Mäckes hatte natürlich zu und wir trotteten wieder nach Hause. Jeder in sein Zuhause versteht sich.

Freitag, Juni 09, 2006

Der Anpfiff

Wir haben alle lange drauf gewartet und auch teilweise lange dran gearbeitet. Ich z.B. habe selber Arbeit investiert um die Freude für die Anderen größer zu machen. Deshalb war es in den letzten Tagen auch sehr ruhig hier. Aber heute haben Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt das erste Spiel dieses gigantischen Spektakels gesehen und das Ganze auch noch mit deutscher Beteiligung. Naja, gut. Was soll man zum ersten Spiel sagen? Es war nicht ganz das was man sich aus deutscher Sicht erhofft hat. Hin und wieder gab’s mal ein paar Höhepunkte, aber man muss auch klar sagen, dass mehr drin war und dass man für die folgenden Spiele eine Steigerung erwarten kann. Aber Sieg ist nun mal Sieg. Relativ deutlich, aber doch nicht überlegen. Aber was ich eigentlich sagen wollte war, dass ich mir keine Minute dieser Demonstration von Athletik, Spielstärke und Eleganz entgehen lassen will (ja, auch wenn grad mal kein Deutscher auf dem Platz steht). Zudem hab ich diesbezüglich auch noch ne Menge zu tun wenn grad kein Spiel läuft, also seit mir nicht böse, wenn es hier erst wieder etwas Neues zu lesen gibt wenn die Spiele vorbei sind. Wie gesagt: Die Zeit ist knapp bemessen. Ich wünsche aber allen Gleichgesinnten viel Spaß und drücke die Daumen, dass am Ende der Pokal in die Hände des deutschen Kapitäns übergeben wird.
Lange rede kurzer Sinn: Ich lasse wieder von mir hören wenn die NBA Finals vorbei sind.

Sonntag, Mai 28, 2006

Habt ihr gewusst, dass...

…der Zahnschmelz die härteste Substanz im menschlichen Körper ist?
…so ein heranschnellender Ellenbogen das nicht weiß?
…Spaghetti super leicht zu essen sind, wenn man eine Zahnlücke hat?
…Lispeln irre attraktiv macht?
…wenn man sich eine kleine Taschenlampe in den Mund steckt, durch das Loch eines abgebrochenen Zahns wunderschöne Lichtspiele möglich sind?

Nein? Wie gut, dass ihr mich habt.

Samstag, Mai 27, 2006

Dat hätt´ es früher nicht gegeben

Ich habe ja schon festgestellt, dass man schneller altert als man will, aber die kleinen Dinge des Alltags führen einem das immer wieder vor Augen.
Schauplatz: Café. Vor Ort: Ein Kumpel, ich und ein ganzer Haufen weiblicher Teenies. Früher hätten unsere Eltern gesagt: Bauchfrei? Dat hätt’ es früher nicht gegeben.
An diesem Tag guckten wir uns an und sagten: Münzschlitze? Dat hätt’ es früher nicht gegeben.
Ja, Hüfthosen hat es auch schon zu unserer Teenagerzeit gegeben, aber da war man sich noch bewusst, dass Cafébesitzer gerne auf Stühle mit kleinen Rückenlehnen im Schulterblätterbereich setzen. Klar, hat da auch schon mal was aus der Buchse gelinst und vielleicht hat es Münzschlitze auch damals schon gegeben, aber mir war nicht bewusst, dass so was jetzt rudelweise so gehalten wird.
Ist es nicht erbärmlich, dass man in meinem Alter schon soweit ist, dass man sich über die Jugend von heute wundert?
Aber zum Glück haben wir gewusst wie wir uns angemessen verhalten konnten. Wir sind aufgestanden, haben uns die Jeans bis zu den Kniekehlen runter gezogen und haben das Café mit Hip-Hop-Gesten verlassen. War das jetzt schon oldschool?

Freitag, Mai 26, 2006

Interpretationsprobleme

Wie mittlerweile alle wissen dürften, habe ich Spaß daran zu erfahren, was meine Leser so alles in meine Texte hineininterpretieren. Ja, manche Sachen sind zweideutig und ja, manchmal wird auch richtig gedeutet, aber vieles ist auch absoluter Blödsinn. Da werden dann gerne Sachen auf sich oder andere bezogen, die vollkommen unabhängig gedacht waren. Aber für die betreffenden Personen sind ihre Gedanken meist so plausibel, dass sie sich nicht von der Wahrheit überzeugen lassen wollen. Aber wie gesagt: Ich hab da Spaß dran. Es darf sich nur keiner beschweren, wenn ich es irgendwann aufgebe ihnen die Wahrheit näher zu bringen. Irgendwann ist auch gut.
Es wird aber auch heutzutage viel zu viel falsch interpretiert. Letztes Wochenende kam ein Mädel auf mich zu und fragte mich, warum ich ihr nen Luftkuss zugeworfen hätte. Da haben wir es doch schon wieder. Sie interpretierte diese Geste als Anmache, ich hingegen habe es als das gesehen was es auch war. Kaugummiausspucken. Und das nur Grob in ihre Richtung auf den Boden. Gut, jetzt werdet ihr sagen: „Mein Gott muss die bescheuert sein“. Aber seit nicht zu voreilig. Denn wer hat den Interpretationsfehler gemacht? Ich natürlich, weil ich gesagt hab was wirklich Sache war. Denn im Nachhinein hat mich ein Freund darauf aufmerksam gemacht hat, dass eine Frau auf so eine Geste anders oder gar nicht reagieren würde, wenn sie von mir abgeneigt gewesen wäre. Klingt einleuchtend, aber so was merkt der Mann ja nicht im entscheidenden Moment. Aber ob man jetzt meinem Freund Recht geben sollte, weiß ich bis heute nicht genau.

Samstag, Mai 20, 2006

Warum es Frauen einfacher haben (Teil 2 – Die Partnerwahl)

Dass es Frauen bei der Partnerwahl einfacher haben als Männern dürfte allen klar sein. Das trifft natürlich nicht für alle Frauen zu. Aber sobald die Frau die Schönheit einer Wasserschildkröte leicht übertrumpft, sieht’s schon mal nicht schlecht aus.
Wenn ein Mann eine Party betritt und auf der Pirsch ist, dann hängt es meistens vom Motivationsstand und Selbstvertrauen ab, bei wem er sich die verzweifelte Mühe macht etwas auf den Riemen zu kriegen. (Das war ein Wortspiel, das mir erst beim zweiten Lesen aufgefallen ist) Natürlich entscheidet sich der Mann als allererstes für eine Frau die außerhalb seiner Reichweite liegt.
Jetzt muss er erstmal den halben Abend überlegen was er eigentlich sagt falls er es schafft die Aufmerksamkeit der Zielperson auf sich zu lenken. Das Problem ist wie gesagt, dass der Mann sich das überlegt wenn er noch in der anderen Ecke vom Raum steht. Wenn er dann soweit ist und sich traut sie anzusprechen, wandelt sich der humorvolle, charmante und absolut selbstsichere Spruch in den absoluten Klassiker: „Öhm, na… w-wie geht’s denn so?“ Ich bin zwar keine Frau, aber ich geh mal davon aus, dass solche Anmachen nicht ganz oben auf der Favoritenliste stehen. Aber seht uns das nach liebe Frauen, wir geben uns doch Mühe

Bei den meisten Frauen läuft das anders. Wenn sie einen Raum betreten, checken sie erstmal wer überhaupt in Frage kommt. Ja, die Frau selektiert bevor sie zuschlägt. Dann ist die Arbeit meistens auch schon getan. Mal ehrlich, wie oft sieht man eine Frau lange daran arbeiten einen Kerl abzuschleppen? Nie. Wenn sie offen und ehrlich sagt was Sache ist, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung ungefähr gleich auf mit der Wahrscheinlichkeit sich beim Fingernagelschneiden den Unterkiefer doppelt zu brechen. Jeder von uns hat mindestens drei von diesen Frauen im Bekanntenkreis. Das sind die Frauen, die schon mal grundsätzlich von 15 Typen mindestens 13 haben könnten. Dummerweise ist man selber immer bei den 14 Typen die schon am Anfang aussortiert werden.

Freitag, Mai 19, 2006

Highrize und der Bart

Ich habe mal in meinem Bekanntenkreis rumgefragt, warum Männer mit Bart so schlecht bei Frauen ankommen. Also hab ich mal auf die Schnelle meine Lieblingsantworten auf diese Frage zusammengetragen.

Platz 3: „Der kratzt so beim Küssen“
Ist Geschmackssache. Besonders wenn der Mann gerne mal was schneller isst und sich Speisereste verfangen. Kann man aber als Grund durchgehen lassen.

Platz 2: „Es sieht scheiße aus“
Joa, kommt drauf an. Man sollte schon mal darüber nachdenken, ob man sich genug um sein Gewächs kümmert wenn man im Fachhandel eine Machete empfohlen bekommt.

Und unangefochten auf
Platz 1: „Der kratzt so – an den Oberschenkeln“
Zum Glück betrifft dass nur Herren mit Backenbart. Aber meiner bleibt trotzdem dran.

Highrize und die Liebe

Kennt ihr das auch wenn ihr eine bestimmte Person habt, an die ihr immer denken müsst? Eine Person bei der ihr immer ein wohliges Gefühl empfindet und dann auf einmal all die Liebeslieder Sinn machen. Wohlmöglich auch noch eine Person bei der ihr sicher seid, dass sie mit euch aus unterschiedlichen Gründen nie etwas anfangen würde oder könnte. Bei der ihr dann einfach nur froh seit unter diesen Umständen zumindest befreundet zu sein.
Kennt ihr so was auch? Nein? Schön. Ich auch nicht. Aber ich brauchte einfach einen schönen Aufmacher damit auch weitergelesen wird.
Viel mehr interessiert mich die Frage, ob ihr auch so Leute kennt die sich mehr für euer Liebesleben interessieren als es euch lieb ist. Ich kenne eindeutig zu viele. Ob ihr’s glaubt oder nicht, ich bin einer von den wenigen Leuten die tatsächlich mit ihrem Liebesleben selber klar kommen und es nicht allen Leuten unter die Nase reiben müssen. Versteht mich nicht falsch, ich habe kein Problem damit, dass Leute untereinander über ihre Beziehungen labern müssen. Das ist vollkommen in Ordnung und außerdem besser als wenn man alles in sich hinein frisst.
Was mich stört das sind die Leute, die es nicht respektieren können, wenn man nicht drüber reden will. Aus diesem Grund wird dann von den Leuten entweder was erfunden, in eure Aussagen mehr hinein interpretiert als nötig oder einfach gedacht, dass es nix zu wissen gibt.
Ich hab an allen drei Variationen richtig viel Spaß. Aber zur dritten kann ich nur soviel sagen: Wenn man nix weiß, heißt das nicht dass es auch nix zu wissen gibt. Aber zumindest verschafft die Unwissenheit Ruhe.
Schreibt das auf.

Mittwoch, Mai 03, 2006

Highrize und der Restaurantbesuch

Es war soweit. Silberhochzeit der Eltern. Also werden die Baggypants und das Shirt nach langer Zeit noch mal gegen ein passendes Hemd inklusive Hose ausgetauscht. Zumindest hatte ich Glück und es handelte ich heute nur um eine beschränkte Gesellschaft. Das meine ich jetzt noch nicht mal im geistigen Sinne, sondern einfach nur von der Anzahl der Leute.
Wie es zu solchen Anlässen gerne gemacht wird, sind wir dann mit der ganzen Bagage essen gegangen. Seit dem ist mir klar, dass in den Gaststätten wirklich noch gearbeitet wird. Und das meine ich diesmal geistig. Auf den Speisekarten werden die Gerichte ja gerne mit Nummern gekennzeichnet, damit der arme Gast nicht die ganzen französischen, griechischen oder was weiß ich noch für Wörter aussprechen muss. Hier kommt dann die Eigenschaft der Bedienungen zum Einsatz die ich immer schon bewundert habe. Der Typ konnte wirklich jeder Zahl das passende Gericht zuordnen. So was beeindruck mich wirklich jedes Mal aufs Neue. Ich war immer der Ansicht, dass Menschen die jeden Tag mit so vielen Nummern zu tun haben und die dann auch noch richtig zuordnen können eigentlich nur noch auf dem Straßenstrich arbeiten.
Nachdem ich mich noch mal umgeschaut habe und mich von jeder Seite Blumen und Platzdeckchen angrinsten, war ich mir sicher, dass ich etwas Männliches von der Speisekarte wählen sollte. Und was ist das Männlichste auf der Welt? Richtig, Grillen! Also flink dem breit grinsenden Kellner ein freundliches 230 entgegen gerufen und der Grillteller war auf dem Weg.
Dann beginnt immer der schlimmste Teil eines Restaurantbesuchs: Das Warten. Zum Glück gab’s ja noch die Salatbar. Also hab ich mir schnell nen Teller gekrallt und mich hinter der älteren Dame mit dem Fransenpullover eingereiht. – Schlechte Idee. Kann mir einer erklären warum da unbedingt zwei Reihen von Behältern aufgereiht werden? Ich hab ja nix dagegen wenn man sich von der hinteren Reihe bedient, aber muss dann der in der vorderen Reihe aufgefahrene Krautsalat mit Fransen angereichert werden? Ich denke nicht. Also habe ich die Gunst der Stunde genutzt und mich schnell vorgedrängelt. Sorry, aber ich bin schon oft genug von alten Leuten an der Kasse weggedrängelt worden, aber beim Essen hört der Spaß auf!
So ganz wollte sich der Appetit auf Salat nicht mehr einstellen, also habe ich mir einfach ne handvoll Peperonis gegriffen und bin geflüchtet bevor ich nachher wie meine Katze Wollbällchen hervorwürge. So was gehört ja in einem Restaurant nicht an die oberste Stelle der To-Do-Liste.
Noch was: Ich habe etwas gegen zu tief hängende Lampen. Die machen einfach unfotogen wenn man dagegen läuft.
Egal. Schon wenige Minuten nachdem die Peperonis verschwunden waren, stand auch schon der Typ mit dem Hauptgang vor dem Tisch. Sein Grinsen konnte ich zwar nur noch verzerrt erkennen, weil da eine weitere tiefe Lampe mit ihrem Schirm die Sicht versperrte, aber ich bin mir sicher, dass er Spaß an der Sache hatte.
Jo, Grillteller also. Man erkannte es schon auf dem zweiten Blick. Auch wenn man sich bei manchen Sachen nicht sicher war ob es was zu essen war, oder ob man in so was auf der Straße reintritt. Egal, muss ja alles weg.
Am Ende des Abends kam dann noch eine Erleichterung für mich. Nein, ich rede nicht von meinem Besuch im Porzellanpalast des Hauses, sondern der allzu zahlensichere Kellner hatte sich tatsächlich bei der Rechnung vertan. Da es zu unseren Gunsten war, waren trotzdem alle zufrieden. Der Kellner behielt sein Grinsen, mein Vater hat Geld gespart und ich war im Vergleich zum Zahlenkönig doch nicht ganz so verschattet in der Birne.

Mittwoch, April 26, 2006

Technik 2 - Wie geht man jetzt damit um?

Ich hab gelesen, dass die Technikverdrossenheit in Deutschland immer mehr zunimmt. So sollen ca. 5 Millionen Deutsche Angst vor dem Umgang mit dem PC haben. Gut, jetzt werdet ihr wieder sagen: „Die haben einfach Angst, dass auf ihrem Bildschirm der Arbeitsplatz auftaucht“, aber dass kann doch nicht alles sein.
Ich glaube ja, dass man dieses Unverständnis für Technik nicht am Geschlecht festmachen kann. Frauen und Männer interessieren sich halt nur für unterschiedliche Geräte. Männer lieben den Großbildfernseher. Frauen hingegen bevorzugen diese kleinen, handlichen Geräte. Die mit Akkus laufen. Und wo man dann je nach persönlichem empfinden drei Vibrationsstufen einstellen kann. Wenn diese Teile erstmal eingesteckt sind geht es selbst einer richtig mies gelaunten Frau auf einmal blendend. Und wenn das Ding dann anfängt zu vibrieren, werden dann häufig Geräusche voller Extasse von sich gegeben. Heute kann sich kaum mehr eine Frau vorstellen ohne ihren kleinen Freund in der Handtasche aus dem Haus zu gehen. Klar haben Männer auch Handys, aber sie benutzen sie anders als Frauen.
Frauen schicken hunderte von SMS durch die Gegend und Telefonieren über fünf Stunden mit der besten Freundin während der Freund vor Hunger ins Sofakissen beißt. Natürlich könnte sich der Mann selber was zu essen machen, aber die Fertiggerichte sind ja mittlerweile verbraucht. Also fragt der verwirrte Mann nach der stundenlangen Unterhaltung worüber sie denn geredet hat. Als Antwort kommt dann immer: Nix. Und das Schlimme ist ja, dass sie damit absolut Recht hat.
Männer würden diese Zeit viel sinnvoller nutzen. Sie spielen sich Lieder aufs Handy und verwenden diese dann als Klingelton. Vollkommen unwichtig, dass sie nie angerufen werden. Hauptsache ist doch, dass die Rockymusik läuft falls es doch mal passiert.
Digitalkameras. (Ja, es geht wieder um meine Digitalkamera) Frauen wollen damit Fotos machen und auf dem Display ansehen. Männer wollen 10 Megapixel nur um die Möglichkeit zu haben die Fotos vom Männerabend in DIN A 2 aufhängen zu können. Vollkommen egal, dass man dann doch nie Bilder macht und die Frau das eh nie erlauben würde.
Vorteil beim Mann: Er weiß wie er die Fotos von der Kamera auf den PC kriegt. Kleiner Tipp von meiner Seite: Wenn ihr bei ner Frau seit und sie will die Bilder haben, dann gebt ihr niemals die Speicherkarte. Lasst sie ruhig von ihrem eingebauten Kartenleser reden, macht es trotzdem selber. Sonst verschwindet eure teuer erstandene 1GB Karte komplett im Rechner und ihr könnt gucken wie ihr das Teil wieder raus bekommt. Ich hab das Ding gekippt - Nüchts. Ich hab es geschüttelt – Nüchts. Ich habe ihm sogar sanft zugeredet – bringt alles nichts. Denn so ein Lesegerät ist ja nicht nur ein Schacht, sondern hat auch noch eine Vertiefung damit man auch mit der Pinzette der Freundin, die normalerweise nur genutzt wird um unnötige Körperbehaarung zu entfernen nicht drankommt. Aber zum Glück ist der Mann mehr Pragmatiker als Ästhet. Bevor ich schreiend in der Bude rumlaufen wollte, habe ich beschlossen noch einen letzten wissenschaftlichen Versuch zu unternehmen. Also hab ich mir den Rechner gepackt, auf den Kopf gestellt und so lange, wie ein kleines Kind das die Gummibärchentüte nicht aufkriegt dran rumgerüttelt, bis die Speicherkarte wieder zu sehen war.
Da sind Männer halt viel begabter als Frauen. Und ich finde es auch unnötig zu erwähnen, dass ein passendes Verbindungskabel vorne am PC hing. Das sind halt alles Sachen, die der Mann erst im Nachhinein entdeckt. Warum auch nicht? Schließlich konnte man so noch einmal beweisen, wie geduldig und verständnisvoll man mit den kleinen Hindernissen des Alltags umgeht.

Dienstag, April 25, 2006

Google, dein Freund und Helfer

Die Langeweile plagte mich wieder mal, also habe ich aus Spaß einfach mal Highrize bei Google eingegeben und siehe da: Dieses Weblog ist die erste Adresse. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wer schon Highrize bei Google eingibt… Nahezu keiner. Und so bleibe ich weiterhin im Untergrund verborgen.

Freitag, April 14, 2006

Hip Hop Musik

Bildungmisere hin oder her. Warum hört keiner mehr auf die Texte die alle mitsingen? Die Frage ist ja: Interessiert es niemanden oder könne sie die meist englischen Texte nicht verstehen?
Ich mag Hip Hop, aber besonders diese Leute haben es schwer. Damals war es ja alles einfacher. Es war einfach zu erklären warum Run DMC oder Grand Master Flash Kunst waren. Aber heute? Erklär mal deinen Eltern warum du auf Musik stehst in dem Ludacris in seiner natürlichen und freundlichen Art fordert: „Move, Bitch! Get out the Way!“.
Aber wenn du Glück hast, dann verstehen deine Eltern eh kein Englisch und du ersparst dir sowas. Aber es gibt ein Lied, wofür wir uns alle schämen sollten, dass wir es gut finden.
Lil´ John´s Get Low. Jeder von euch hat es schon mal gehört und dazu gefeiert. Das interessante an der Sache ist aber, dass man dabei immer wieder Frauen auf der Tanzfläche sieht, die darauf richtig abgehen. Inklusive mitsingen und allem drum und dran. Nur ich stehe wieder daneben und frag mich geistesgegenwärtig: „Weiß diese Frau eigentlich was sie da tut?“ Klar, es ist ein Partysong und man findet ihn einfach super, aber ich darf mal zitieren: „To the window – to the wall – to the sweatdrip from my balls!“ Jetzt fragt sich der geneigte Schlagerfan, was das eigentlich heißt. Ich helfe ja gerne: „Zum Fenster – zur Wand – zum Schweißtropfen von meinen Eiern“. Ja, so manch einer wird jetzt lachen, aber meine Generation muss sich aus diesem Haufen tanzender und singender Frauen eine fürs Leben raussuchen. Ich stell mir das super vor wenn ich in ferner Zukunft in meinem Sessel vor dem Kamin sitze und Junior angelaufen kommt und fragt: „Papa, wie hast du Mama kennen gelernt?“ und ich werde dann sagen: „Ach mein Sohn, sie hat in der Disco über Eier gesungen….“ Das wird Spitze.

Donnerstag, April 13, 2006

Technik

Lang nix mehr gehört. Woran liegt das? Gute Frage. Das Feedback von der Seite der Leser nimmt ab, das ist sicher ein Grund. Aber schön zu wissen, dass sich endlich noch mal eine neue Leserin im Gästebuch geäußert hat. Also seit nicht so schüchtern und meldet euch mal. Aber kommen wir zur Sache.

Ich bin ein echter Fan von moderner Technik. PC, HDTV, Beamer, Konsolen …machen wir’s kurz: alles da. Neuestes Mitglied im Technikregal ist eine Digitalkamera.
Das tolle ist, dass ich der einzige in der ganzen Familie bin der mit Technik umgehen kann. Der Rest ist froh wenn sie das Licht ankriegen. Aber ist ja alles kein Problem, solang nicht darüber gesprochen wird.

Mit Eltern über Preise sprechen ist zum Beispiel eine ganz schlechte Idee. Dann wird einem vorgerechnet was das ganze denn in Mark wäre und wenn mein Opa nicht schon tot wäre, hätte der mir anhand dieser Ergebnisse das ganze noch in Reichsmark vorgelegt. Hier eine kleine Bitte an euch: Ich suche dringend noch ein Geschenk für meinen Vater, also wenn eine ein Handy mit Wählscheibe findet, bitte melden.

Ich hingegen find das toll was die heutigen Geräte alles können. Gut, es werfen sich natürlich einige Fragen auf. Warum kann ich mir meinem Handy mp3s hören, aber mit meinem mp3 Player nicht telefonieren? Oder viel wichtiger: Warum wird immer alles kleiner? Toll dass es Kameras in Kreditkartenform gibt, aber irgendwann macht es auch keinen Sinn mehr. Die Leute machen sich Sorgen wegen der Handystrahlung, dabei ist es in absehbarer Zeit viel realistischer, dass sie ins Krankenhaus kommen weil ihnen das Handy beim Telefonieren ins Ohr gefallen ist.

Am besten gefallen mir aber die Leute die immer alles haben wollen, aber keinen Plan haben wie man damit umgehen soll. Hauptsache es ist da. Ganz meine Meinung. Rettet die Wirtschaft.
Solche Leute sitzen dann stundenlang vor ihrer Digitalkamera und bewundern erstmal alles, bis ihnen dann nach ein zwei Stunden auffällt: „Wofür hab ich das eigentlich gekauft?“
Also verschwindet sie in irgendeinem Kellerschrank…neben den Laptop…und dem mp3 Player…über der PlayStation….direkt unter dem Pocket PC. Dort verbringen sie dann den ganzen Rest ihres kümmerlichen Daseins. Aber was solls? Zumindest kann man ja die Bedienungsanleitung verwenden. Als Beistelltisch fürs Wohnzimmer.

Aber heute ist wirklich vieles komplizierter geworden. Man kann nicht mehr einfach in einen Laden gehen und ein Gerät kaufen. Nein, man muss sich vorbereiten. Und ich meine nicht nur was die speziellen Wünsche betrifft, sondern viel wichtiger ist die Bärenfalle im Gepäck. Ist euch schon mal auf gefallen, dass nie Verkäufer gibt wenn man einen braucht? Ich glaube die wittern einen hilfsbedürftigen Kunden schon wenn er das Auto auf dem Parkplatz verlässt.
Das ist ein bisschen so wie wenn auf dem Handyschwarzmarkt das Blaulicht angeht. Das geht ruck zuck und schon ist keiner mehr zu sehen. Deswegen gibt es auch in jedem Laden einen Bereich der für Kunden unzugänglich ist.
Wer hier keine Bärenfalle zur Hand hat, macht es wie ich und versteckt sich ganz unten in einem Regal und sobald ein Verkäufer nichts ahnend vorbeikommt, einfach blitzschnell an die Knöchel packen und zum Fall bringen..

Nun gibt es aber zwei Sorten von Verkäufern. Einmal den Klugscheißer der alles kennt und alles weiß, der sich um die vollkommen Unwissenden kümmert und die von der Sorte die überhaupt keine Ahnung von irgendetwas haben für Leute wie mich. Da versucht man dann minutenlang zu erklären was für eine Kamera man sucht und wird dann zuverlässig vom Verkäufer in die Lampenabteilung geschickt.

Aber irgendwann hat man sein Objekt der Begierde dann Zuhause und alles ist ganz normal. Also irgendetwas ist kaputt. Also wird der ganze Krempel wieder eingepackt und zurückgebracht. Selbstredend hat der Typ an der Information so ein Gerät noch nie gesehen und muss erstmal durch den halben Laden telefonieren um einen zuständigen zu finden der ihm bestätigt dass sie dieses Produkt führen.. Doch der befindet sich ja unter dem Tisch im Aufenthaltsraum. Dass ich bereits seit mehreren Minuten den Kassenzettel vor seinen Augen hin und her schwenke interessiert ihn überhaupt nicht. Dann geht der lieber einen Mitarbeiter
persönlich holen, den er dann an den Füßen zu mir schleift. Wer hätte es gedacht? Es ist der selbe Typ, der mich eben noch so kompetent beraten hat. Er zieht sofort los um mir ein Ersatzgerät zu holen. Ich hingegen habe mir natürlich mein Geld zurückgeben lassen, weil mir bewusst war, dass dieser Mann den Rest des Tages in der Lampenabteilung verbringen wird.

Wie ich denn jetzt zu meiner Kamera gekommen bin? Onlineversand ist was tolles.

Freitag, März 31, 2006

Aufräumen

Jedes Haus hat einen Ort, wo immer alles hingekramt wird wenn man Platz braucht. Bei uns ist das der Speicher. Wenn man da die Tür auf macht denkt man immer:“ Mann, hier müsste man auch noch mal aufräumen. Das mach ich morgen.“ Das ist noch gar nicht so lange her.
Höchstens acht neun Jahre. Damit konnte ich auch immer gut leben, bis ich letzte Woche etwas gesucht habe und dabei aus Versehen die Speichertür geöffnet habe. Es hat Überwindung gekostet, aber ich hab dann wirklich angefangen.
Ja liebe Kinder, Aufräumen gibt es auch noch bei Leuten im fortgeschrittenen Alter.
Doch das Tolle ist, dass gestandene Männer wieder zu kleinen Kindern werden, wenn sie aufm Speicher in den Kartons mit den alten Kinderspielsachen kramen.
Erinnert sich noch einer an Nerf? Das waren damals so Pistolen mit denen man Schaumstoffpatronen abschießen konnte. Eine sehr tolle Sache. Aber wie der Zufall es so will, war von den Schaumstoffstiften nichts zu sehen. Doch dafür hat man ja Abi gemacht. In solchen Situationen findet der Abiturient immer die wissenschaftlich beste Lösung. So ein Tampon fliegt genau so gut. Außerdem ist so ein Vorratspack auch bei weitem nicht so schnell leer. Wenn man jetzt noch das Schnürchen am Ende auflockert fliegt so ein Teil nicht nur ästhetischer, sondern macht sich auch gut als Deko. Kleiner Tipp: So ein Hunderterpack ist einen Tick zu viel für ein 10 Quadratmeter großes Wohnzimmer. Dass so eine doch recht außergewöhnliche Dekoration nicht jedem Mitbewohner zusagt, merkt man dann, wenn einer von ihnen hüpfend um den brennenden Spielsachenkarton tanzt.
Naja, zurück an die Arbeit. Ganz unten, wo sogar die Spinnen nicht hinkommen findet man dann meistens unerwartete Schätze. Bei mir war´s ein alter Schallplattenspieler. Was soll ich sagen? Die Arbeit geht einfach viel schneller von der Hand, wenn man „I´ve been looking for freedom“ auf 45 rpm hört. Dann findet man auch die alten Malbücher wieder, die nach dem Umzug vor 15 Jahren nie aus den Karton genommen wurden. Ganz schnell wird man da nostalgisch. Das waren noch Zeiten als die Wiese knallrot und die Hasen blau waren.
Gut, das empfinden einige Jugendliche heutzutage jeden Tag so, aber ihre Farbverwirrungen kommen garantiert nicht von ihrer lebhaften Fantasie. OK, blaue Hasen kann man wirklich noch jede Woche sehen, wobei man da aber über die Definition von „Hase“ und „blau sein“ diskutieren müsste. Egal, ich schweife ab.
Ich hab mich also der Nostalgie abgewendet und bin zu der Ecke gekommen, wo die Sachen liegen die nicht aus Erinnerung behalten werden, sondern einfach weil man denkt, dass man es noch mal brauchen kann. Alte Kartons von Elektrogeräten die schon lange weggeschmissen wurden. So aus der Generation wo es noch keine Fernbedienung für den Fernseher gab und das braun in braun auf dem Karton farbenfroher war als das TV-Bild. Alte Wasserfarbenkästen inklusive Pinsel. Dass die Borsten mittlerweile so hart sind, dass man damit ohne Probleme ein Muli erschlagen könnte, interessiert ja keinen.
Auch schön sind diese alten Regenschirme die notdürftig mit Klebeband geflickt wurden. Jaaha, damals hatten wir ja nichts. So was kann man aber auch nicht wegschmeißen. Irgendwann zieht ein riesiges Unwetter über Deutschland hinweg und dann siehste aber ganz schlecht aus wenn Tokio Hotel in der Tür stehen und um Hilfe flehen nur weil sie wieder mal bei Wind und Wetter ans Ende der Welt latschen wollen.
Sein wir mal ehrlich: Nichts davon wird man jemals wieder brauchen. Das schlimme ist, dass wir Männer einfach keine Begründung dafür finden, warum das alles unbedingt noch mal zehn Jahre aufbewahrt werden muss. Frauen haben´s da einfach. Die sagen einfach: „Die Bluse wird wieder modern“.
Nichts davon wird man jemals wieder brauchen. Den Gedanken den ganzen Scheiß einfach anzuzünden verwirft man relativ schnell wenn man bedenkt, dass man den ganzen Scheiß die Treppen runterschleppen muss, da ein Bullauge im Vergleich zu dem Dachfenster ein Panoramablick ermöglicht.
Doch da kam mir die brillante Idee. Rausgehen, die Türe hinter sich zuschließen und den Inhalt einfach vor sich hinvegetieren lassen.
Dass dieses System wahrscheinlich nicht auf Dauer funktioniert, zeigt ja schon die Geschichte. Schließlich sind die Ossis ja auch irgendwann wieder rausgekommen.
Naja, eine Seite habe ich ja schon mal geschafft, den Rest mach ich morgen.

Mittwoch, März 22, 2006

Frühling

Ja, liebe Freunde – Der Frühling ist da!
Naja, so ganz spielen die Temperaturen noch nicht mit, aber es reicht um mich wieder auf dem Freiplatz zu finden. (Deswegen die wenigen Updates in letzter Zeit)
Das schöne an so nem Frühling ist ja, dass man wieder viel mehr Menschen an der frischen Luft sieht. Auch wenn man es oft gerne vermeiden würde.
Ich weiß, ich bin nicht gerade der richtige Typ, der sich zu dem Style anderer Leute äußern sollte, aber es gibt die ein oder andere Sache die man durchaus beachten sollte.
Nur ein Beispiel: Es ist zu früh für Miniröcke! Versteht mich nicht falsch, Miniröcke sind an sich ne tolle Sache, aber für einen Gang durch den Stadtgarten ist es noch etwas zu früh wenn der Wetterfrosch noch mit Winterpuschen und Glühwein ganz unten an der Leiter sitzt.
Das diese Frau einen Minirock trug der so kurz war, dass ein obligatorischer zweiter Labello erforderlich war, ist natürlich Ehrensache. Liebe Frauen, seit doch bitte nicht immer so klamottenfixiert. Klar, wenn ihr schlanke Beine habt wollt ihr die auch zeigen, ist ja alles kein Thema, aber so ein Bein sieht eine ganze Ecke unästhetischer aus wenn es komplett blau angelaufen ist. Ich war kurz davor mir einen Rauschebart umzuhängen, hinter der Frau her zu laufen und „Sag mal von wo kommst du denn her“ zu singen.
Aber zum Glück sind das alles nur Ausnahmen. Die richtige Flut von Miniröcken kommt ja erst im Sommer. Da kommt auch jeder damit vor die Tür, auch wenn deine Beine durch die Krampfadern so aussehen wie ne Grachtenkarte der Niederlande. Scheißegal. Ich bin da vollkommen schmerzfrei.
Hauptsache ist aber erstmal, dass der Frühling in Schwung kommt. Das hebt dann auch wieder die Stimmung der Leute. Ich erinnere mich noch als ich im Winter ein wenig werfen war und auf dem Spielplatz direkt neben dem Basketballfeld ein kleiner ausländischer Junge mit seiner vollgepullerten Hose an der Rutsche festgefroren ist. Natürlich kam der Vater schnaufend angelaufen und brüllte irgendwas in einer mir nicht bekannten Sprache. Der Junge fing an zu weinen und wurde mit ruckartigen Bewegungen des Vaters von der Rutsche weggebrochen.
Selbe Ausgangsituation im Frühling. Der Junge hat wieder Spaß auf der Rutsche und rutschte den lieben langen Nachmittag die Rutsche runter, bis er auf einmal die Trägheit der Masse unterschätze. Mit anderen Worten: Er flog mal richtig ordentlich auf die Fresse. Doch nix von einem wütenden Vater zu sehen. Der blieb weiter oben stehen und lachte sich nen Wolf.
Und da wurde mir klar: Es wird Frühling.
Klar gibt es auch Menschen bei denen die Winterdepressionen nahtlos in die Frühjahrsmüdigkeit übergehen, aber solche Leute trifft man ja eh nicht in der Öffentlichkeit an. Die sitzen Zuhause auf der Couch und sind zwar mittlerweile so weit, dass sie sich über den von den Nachrichten prophezeiten Zuschlag an Sonnenstunden freuen, sind aber zu faul die Rollladen hochzuziehen um nachzusehen ob es schon soweit ist.
Ich bin da anders und ich empfehle auch allen anderen fröhlich zu sein, schließlich wird es noch genug Gründe geben um depressiv zu sein. Bald ist ja Fußball WM. Dabei sind wir ja jetzt schon Weltmeister – wenn auch im jammern.
Vergesst das alles und macht euch einfach mal einen schönen Tag. Vermeidet Exfreundinnen, tote Vögel am Wegrand und vor allen Dingen Fruchtsaftkartons und trefft euch, falls vorhanden, mit Freunden die immer für Spaß sorgen, dann kommt die gute Laune von ganz alleine. Wenn sich dann auch noch das Thermometer an den Kalenderschriftzug „Frühling“ hält, steht ein paar schönen Tagen nichts mehr im Weg.
Alles wird gut. Bis Morgen.

Montag, März 13, 2006

Augen auf beim Duschgelkauf

Beim Einkaufen gibt es ein paar Sachen bei denen man wählerisch sein sollte. Das habe ich bemerkt als ich ohne nachzudenken einfach das nächstbeste Duschgel aus dem Regal nahm. Zuhause war ich davon begeistert dass die Tube es tatsächlich bis nach Hause geschafft hat, ohne in meiner Tasche zu explodieren.
Die Freude ließ nach als ich heute Morgen duschen war. – Sagen wir mal so: Es erfüllt seinen Zweck, da kann man nicht meckern…. Aber so ein Duschgel soll ja nicht nur sauber machen… OK, machen wir es kurz: Ich riech jetzt wie ein Nimm 2.
Im Prinzip ist es mir ja wurscht, aber ob das auch bei den Mitmenschen gut ankommt ist natürlich fraglich. Gut, wenn man vorhat mit diesem Geruch eine Frau anzubaggern, dann steigen, durch diese Assoziation mit Nimm 2 natürlich deine Chancen auf nen Dreier, aber so was ist ja nicht jedermanns Sache. Besonders wenn sie diese Assoziation hat.
Aber zumindest bleib ich nicht am Autositz kleben und das ist ja auch schon mal viel wert.
Das einzige was mich richtig stört ist, dass wenn ich an der Fußgängerampel stehe wildfremde Kinder anfangen an meinen Händen zu lecken. Irgendwann ist es auch gut. Seit dem lauf ich nur noch mit den Händen in der Tasche rum.
Doch zum Glück gibt es ja nichts was eine ordentliche Runde Basketball und ehrlicher Männerschweiß nicht wieder ins rechte Licht rücken kann.

Mittwoch, März 08, 2006

Was du heute kannst besorgen...

Wenn ihr euch etwas vornehmt, dann macht das auch so schnell wie möglich.
Wir haben eine kaputte Stufe im Treppenhaus über die ich gestolpert bin und mich schön der Länge nach auf die Fresse gelegt habe. Ich habe mich geärgert und dann beschlossen sie zu reparieren. Leider bin ich in solchen Sachen nicht besonders konsequent und die Folge war, dass ich mich einen Tag später wieder an der selben Stufe hingelegt habe, diesmal im Rückwärtsfallen. Keine Sorge ich bin ja ein harter Kerl, ich kann so was ab. Ich will jetzt auch nicht sagen, dass ich nen blauen Fleck kriege, aber ich glaube….ich hab mir den Arsch gebrochen.
Aber ich bin ja ein positiver Mensch. Ich seh´ immer auch die Vorteile. Zumindest weiß ich jetzt, wie sich eine Pornodarstellerin nach einem langen Drehtag fühlen muss.

Montag, März 06, 2006

Der Kinobesuch

Geht ruhig mal alleine ins Kino. Man lernt immer eine Menge interessanter Leute kennen. Vor mir sitzt immer ein Mexikaner der sich mit Händen und Füßen wehrt, wenn man ihn dazu bringen will den dämlichen Sombrero abzusetzen. Ich bin ja kein Typ der bei so was schnell ausrastet. Ich sehe so was gelassen. Ein Feuerzeug hilft hier Wunder.
Sobald der junge Mann panisch aus dem Saal läuft, kann man selber auch anfangen den Film zu genießen. Doch leider gibt es auch Leute die unbedingt in einer Distanz von ca. 2 cm ihre Chips krachend verdrücken müssen. Aber so was verdirbt mir auch nicht den Spaß. Ich bin ja kein Typ der bei so was schnell ausrastet. Ein einfacher angetäuschter Toilettengang bei dem man dem Bodybuilder, der sich einen Sitz vor dem Störenfried niedergelassen hat einen mitgibt, löst die Lage ohne weitere Komplikationen.
Während sich das Problem quasi von alleine löst, nutzt man den Umstand dass man schon mal steht um sich ein leckeres Eis am Stiel zu holen. Zurück auf dem Platz arbeitet man weiter daran den Sitz an den Hintern anzupassen. Doch es dauert auch nicht lange, dann kommt von hinten eine Kinderstimme die lauthals verkündet dass ein echter Toilettengang angesagt wäre. Wenn man Glück hat geht die Mutter darauf ein, nimmt Junior an die Hand und führt ihn raus. Nun bin ich aber nicht gerade ein Glückskind und die Mutter will nichts vom Film verpassen. Und da Kinder nun mal nicht alleine auf´s Klo gehen wollen, quengeln sie eben weiter. Aber ich bin ja kein Typ der bei so was schnell ausrastet. Außerdem war ja auch ein Arzt unter den Zuschauern. Konnte ja keiner mit rechnen, dass so ein Eis am Stiel eine dermaßen hässliche Platzwunde am Kopf verursachen kann.
Der Film lief also weiter und die Entspannung nahm zu. Leider nicht bei mir sondern bei meinem Nachbarn auf der anderen Seite. Es gibt ja immer mal Leute die im Kino einschlafen. So was stört mich ja auch nicht. Aber ein wenig bedrängt fühlt man sich schon sobald der sinkende Kopf langsam auf die eigene Schulter trifft. Aber ich bin ja nicht der Typ der bei so was schnell ausrastet. Schließlich war sein Mund ja noch nicht mal geöffnet, so dass die Gefahr bestünde, dass er Mann mein neues Trikot vollsabbert. Ne, über so was reg ich mich nicht auf. Besonders nicht wenn einem die Lösung auf der Leinwand präsentiert wird. Der Held des Films, zog just in diesem Moment vor einer Sicherheitstür eine Karte durch einen Schlitz wodurch dann die Tür geöffnet wurde. Also kramte ich meine Eintrittskarte raus und zog sie Ruckartig durch den Mund des schlafenden Nachbarn. Er wachte auf, hielt sich den Mund zu und rannte raus.
Und das Beste an der Sache: Jetzt hatte ich links und rechts freie Plätze für meine zwei besten Kinofreunde: Cola und Popcorn.
Da sieht man mal wieder dass ein Tag absolut entspannend verlaufen kann, wenn man sich nur nicht über jede Kleinigkeit aufregt. Schreibt das auf.

Donnerstag, März 02, 2006

Das 10er Sytem

Alle kennen es, aber keiner kann´s genau erklären. Aber keine Sorge ich bin ja da.
Bekanntermaßen gibt es ja einige Männer die Frauen und sich selber gerne in eine Skala von 1 bis 10 einordnen. Wobei 1 richtig schlecht ist und 10 wow, Mama!
Bevor ein Mann also eine Frau angräbt, versucht er sie erstmal einzuordnen. Gehen wir mal davon aus, dass du eine 5 bist, dann kommen in der Regel Frauen in Frage die im Bereich +/- 2 liegen. Mit anderen Worten wenn du es schwer haben willst, dann versuch dein Glück bei einer 7, wenn du es leicht willst bei einer 3. Wenn es ein langer Abend werden soll, dann von mir aus auch bei drei 2en. Das wäre dann in den meisten Fällen aber doch etwas zu viel des Guten.
Wenn deine Traumfrau aber dann eine 8 ist, hat man schon ein Problem. Da helfen in der Regel auch nicht deine mühsam erarbeiteten Zaubertricks und auch die Briefmarkensammlung kann dich dann nicht mehr retten. Von Humor brauchen wir gar nicht erst reden. Wenn man nicht gerade eine Berühmtheit ist, dann hilft in solchen Fällen nur Kohle. Dann muss man auch schon mal an einem einfachen Valentinstag nen Ring mit Brilli raushauen oder zum Geburtstag ne Gucci Tasche. Aber mach dir keine Sorgen. Es gibt ja auch noch die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht materialistisch ist sondern sich einfach aus irgendeinem Grund in dich verliebt. Ach, was erzähl ich da... versuch´s mit Freundschaft, mehr ist auf Dauer nicht drin.

Mittwoch, März 01, 2006

Karneval

Jetzt ist Karneval also wieder vorbei. Ich bin nicht mehr so der Karnevalstyp. Heutzutage ist es einfach nicht mehr so schön wie früher. Damals konnte man noch wo hingehen und man wusste was einen erwartet. Heute geht man mit Vorfreude zu so einer Veranstaltung und wird nur enttäuscht.
Ich finde einfach es gibt bestimmte Sachen die sich bewährt haben und die man nicht ändern sollte. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen großväterlich aber so ist es nun mal. Die heutigen Karnevalisten wissen einfach nicht mehr worauf es im Karneval wirklich ankommt. Sie laufen singend durch die Straßen, aber ab einem gewissen Punkt wird die altre Tradition nicht mehr beachtet. Da werden dann einfach Sachen gemacht die es früher nicht gegeben hätte. Dinge die früher das Karnevalsfest ausgemacht haben sind heute plötzlich verschwunden. Vielleicht bin ich der einzige der das so empfindet, aber ich kann es einfach nicht nachvollziehen warum heutzutage bei den Karnevalszügen nur noch mit Waffeln ohne Puderzucker geworfen wird.

Dienstag, Februar 28, 2006

Männer und Frauen - Das Verhalten untereinander

Nachdem wir mittlerweile festgestellt haben, dass Frauen jede menge Vorteile gegenüber Männer haben und sie auch noch manipulieren können, gibt es eigentlich nur eine Frage die man sich stellen sollte: Warum regieren Frauen nicht die Welt? Ganz einfach: Frauen können sich nicht leiden.
Frauen können die besten Freundinnen untereinander sein, aber sobald ein Mann zwischen ihnen steht: „Die blöde Schlampe bring ich um!“
Männer sind da anders. Wenn ein Mann seinem besten Freund seine neue Freundin vorstellt, dann denkt der Freund vielleicht: „Mann, die ist heiß. Ich will auch so eine Freundin haben.“ Das war´s. Wenn eine Frau ihrer Freundin den neuen Freund vorstellt, dann denkt die Freundin: „Mann, der ist geil. Ich will IHN!“ Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.
Jede Frau hat eine Freundin der sie nicht traut. Sie würde niemals ihren Freund unbeobachtet in ihre Nähe lassen. Es soll schon Fälle gegeben haben, in denen die Frau nicht ihre beste Freundin sondern ihren Freund mit auf die Toilette genommen hat.
Ganz schlimm wird es aber wenn die Freundin bereits mit dem Freund zusammen war. Erstmal ein kleiner Tipp an die Männer: Sucht euch niemals eine Freundin die eure Ex kennt. Ihr seit immer gearscht. Entweder gibt es Zoff zwischen den Frauen weil sie sich nicht gegenseitig trauen oder, was noch viel schlimmer wäre: Sie verstehen sich blendend. Dann werden private Erfahrungen ausgetauscht. Also lasst es.
Was macht also eine Frau wenn sie den Freund von einer Freundin auch haben will? Sie versucht natürlich ihr den Typen auszureden. Irgendwann ist es dann so weit dass sie ankommt und Schluss macht. Und der Typ denkt nur: „Wow, das waren die am schlechtesten investierten dreihundert Euro in meinem Leben. Aber emotional ist es zum Glück nicht so schlimm. War ja erst ne Woche.“
Aber wie soll´s anders sein? Zwei Wochen später ist man mit der Frau zusammen die der Grund für das Beziehungsende war. Das schlimme ist, dass die Ex so was natürlich mitbekommt und schon steht sie in der Küche und fetzt sich mit der „blöden Schlampe“ die ihr den Freund ausgespannt hat. Jetzt kommt in der Regel ein elementarer Fehler den der Mann begeht. Er schaut sich das Ganze mit einem leicht debilen Grinsen an. Warum tut er das? Weil er sich einfach nicht von der Vorstellung losreißen kann, dass sich diese beiden Frauen im Streit die Klamotten vom Leib reißen und eine Kissenschlacht anfangen die in einem leidenschaftlichen Kuss endet.
Doch lange hält ihn diese Vorstellung nicht fest, da spätestens nach einer ¾ Stunde einer der beiden Frauen fragen wird: “Ey, was sagst du dazu?“. Viele Männer werden dadurch aus ihren Vorstellungen gerissen und befinden sich urplötzlich in einer Stresssituation. Aber keine Angst, für diesen Fall gibt es eine allgemeingültige Lösung. Lauf so schnell du kannst! Es gibt nichts was dich noch retten kann.
Flieh einfach in ein Land das nicht ausliefert und mach dir da Gedanken darüber warum du unbedingt was mit der Freundin von deiner Ex anfangen musstest.

Sonntag, Februar 19, 2006

Gott

Nein, keine Angst ich will hier nicht über Religionen lästern. Was dabei passieren kann, weiß man mittlerweile zu Genüge. Es gibt aber einfach Situationen wo man denkt: „Wie kann Gott so was zulassen?“
Ein altes Sprichwort sagt ja „Von nix, kütt nix“, dem entsprechend muss es ja so etwas wie einen Gott geben. Er hat all die wunderschönen Dinge erschaffen, die uns alltäglich erfreuen. Die Schöpfung an sich, zwitschernde Vögel, nette Menschen und viele verschiedene Kulturen um nur ein paar Dinge zu nennen.
Es gibt aber auch Sachen, bei denen man sich fragt wie er so was zulassen kann. Man sieht es ja jeden Tag im TV was für schlimme Dinge es gibt. Richtig ich rede von dem Fruchtalarm-Kind. Gott hat ja, wenn man der Bibel glauben schenken darf, die gesamte widerwertige Menschheit bis auf Noah und seine Frau mit der Sinnflut ausgelöscht. Aber etwas hat überlebt… und dessen Nachkommen machen heute Werbung im deutschen TV. Doch als Gott das gemerkt hat, saß er wahrscheinlich auf seinem Thron und dachte: „Verdammt! Wär ich mit meinem Regenbogen bloß nicht so voreilig gewesen.“
Aber ich will diesem Kind ja nicht zu nah treten. Wahrscheinlich ist das privat ganz nett und gar nicht so nervig wie in dem Spot. Und was viel wichtiger ist: Wenn ihr nicht Bibelfest seit, dann habt ihr den ersten Teil eh nicht verstanden.
Aber das ist ja kein Problem, ich habe schließlich noch ne ganze Menge Beispiele die viel bekannter sein werden.
Wieso lässt es Gott zum Bespiel zu, dass es Fruchtsaftkartons gibt, die durch das Ziehen an einer Plastiklasche geöffnet werden sollen? Wie oft sind diese beschissenen Dinger schon abgerissen oder waren so fest an diesem silbernen Verschluss dran, dass nach dem Abziehen ein Komplettrenovierung fällig wurde? Ich weiß nicht wie oft ich schon am Kühlschrank stand und mir den Finger blau gerissen habe.
Schließlich habe ich dann die gute alte „Zahnzieh-Methode“ etwas variiert. Soll heißen: Nen Faden an die Türklinke binden, das andere Ende an die Schlaufe, den Karton unter den Arm klemmen und dann losrennen wie ein Ossi bei der Vergabe des Begrüßungsgelds. Und was soll ich sagen? Es gab ne riesige Sauerei. Dabei wäre es doch so einfach für Gott gewesen zu sagen: „Nö, die Menschheit erfindet so was nicht.“ Und wenn er sich dafür schon nicht die Mühe gemacht hat, dann hätte er mir wenigstens sagen können, dass in der Kühlschranktür bereits eine offene Packung stand. Soviel Zeit muss sein.

Sonntag, Februar 12, 2006

Humor

…ist keine erstrebenswerte Eigenschaft. Dass Frauen nicht auf Humor stehen haben wir ja bereits festgestellt. Sie lachen vielleicht über deine Gags, aber nur mit dem Hintergedanken: „Mit dem Typen kann man Spaß haben“. Bloß Spaß haben zählt aber leider nicht zur obersten Priorität die ein Mann bei einer Frau hat. So weit waren wir also schon.
Die nächste Stufe ist, wenn man eine Frage gestellt bekommt wie zum Beispiel: „Findest du dass mein Arsch zu groß ist?“ Der normale Mann sagt dann: „Schatziiiiiii, so ein Blödsinn. Er ist perfekt. Gerade zu formvollendet.“ Zwar gelogen, aber natürlich die richtige Antwort und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.
Der Mann mit Humor hat da schon ein größeres Problem. Er kann nicht anders und sagt: „Schatziiii, so ein Blödsinn. Is doch schön. Da können die Kinder wunderbar ihre Fahrräder drin abstellen.“ Und wenn er damit noch davon kommt, folgt meistens noch so was wie: „Aber hast du die Katze gesehen? Die lag eben noch auf deinem Lieblingssessel.“ Und spätestens dann ist Schicht im Schacht.
Anderes Problem wenn du Humor hast. Jeder Depp kommt auf ner Party an und sagt den Satz den man am liebsten hören will: „Sag mal was lustiges“. Was soll das nun wieder? Ich geh ja auch nicht auf der nächstbesten Party zu nem Streber hin und lass mir die Weltwirtschaftslage erklären.
Und was auch noch schlimm ist, ist die Tatsache, dass eine Hochzeit nie möglich ist. Der Grund: Man wird nicht ernst genommen. Selbst wenn man eine Frau trifft bei der man ne Chance hat, sie davon überzeugen kann dass man sie liebt und obendrein auch noch einen Antrag hinbekommt den sie als ernsthaft empfindet, heißt das noch lange nicht dass es das schon gewesen ist. Denn wenn du dem Standesbeamten dein „Ja, ich will“ sagst, wird er bloß mit einem „Ach komm, hör doch auf“ reagieren.

Dienstag, Februar 07, 2006

War's das schon?

Ich bin mittlerweile auch schon 21 Jahre alt. Da werden die Damen und Herren im Aufenthaltsraum des Altenheims vielleicht sagen, das sei doch noch kein Alter. Aber ich merke schon, dass es langsam losgeht.
Die Gelenke knacken viel öfter als vorher, im Kamm befinden sich mit jedem Badetag immer mehr Haare. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass ich sie nie entferne.
Die Toilettengänge haben auch ordentlich zugenommen. Früher war ein oder zweimal am Tag vollkommen ausreichend, doch mittlerweile ist das Zählen sinnlos geworden. Man merkt bloß dass der Teppich auf der Spur zum Klo eindeutig dünner ist als im Rest des Raums.
Ich glaube das liegt an diesen komischen Power Drinks. Ich sauf das Zeug wie sonst was, obwohl sie eigentlich gar nicht schmecken. Da kommt dann die Verwirrtheit im Alter raus.
Ich warte schon darauf, dass mir die ersten Freunde Granufink schenken, damit ich das Wasser überhaupt noch halten kann. Obwohl, so wie ich die kenne, krieg ich eher ne Schachtel Viagra. Gut, dafür hätte ich wirklich Verwendung. Ich neige dazu unruhig zu schlafen. Wenn ich dann einfach vor dem Schlafengehen ne Pille einwerfen würde, würde sie mich davor bewahren ständig aus dem Bett zu fallen.
Das ist zum Glück der einzige Verwendungszweck momentan. Ich will und kann noch. Aber wer weiß, vielleicht bin ich in fünf sechs Jahren so weit, dass ich zwar noch kann und will, aber nicht mehr weiß was eigentlich.

Montag, Februar 06, 2006

Das Essverhalten

Es gibt gravierende Unterschiede im Essverhalten der Geschlechter. Zunächst einmal erkennt man das an der Einrichtung der Küche.

Die Küche der Frau:
Kühlschrank, Herd, Backofen, Spüle, Mixer, Gewürze, Teller, Gläser, Platzdeckchen …machen wir´s kurz, alles da.

Die Küche des Manns:
Kühlschrank, Mikrowelle….das war´s.

Gehen wir mal davon aus, dass man jetzt vor dem Fernseher etwas essen will, wie sieht das jeweils aus?

Die Frau:
Sie verspürt Hunger, steht von der Couch auf und geht in die Küche. Dann sucht sie im Kühlschrank nach einem geeigneten Lebensmittel das in ihren Diätplan passt, packt verschiedene Sachen im Kühlschrank an und liest sich die Angaben durch. Findet tatsächlich etwas dass ihr zusagt und schmeißt den Herd an. Während das Essen so vor sich hinköchelt, legt sie sich ihr Platzdeckchen auf den Couchtisch und legt Besteck bereit. Wieder zurück in der Küche greift sie in den Obstkorb und holt ein Paar Früchte raus, legt sie behutsam in den Entsafter und schaltet ihn ein. Die leicht dickflüssige Brühe füllt sie in ein vor Sauberkeit glänzendes „dann-klappts-auch-mit-dem-Nachbarn-Glas“. Als nächstes wird ein Teller bereitgestellt, auf dem die in der Zwischenzeit perfekt gewürzte Nahrung ordentlich angerichtet wird. Mit dem Teller in beiden Händen stolziert die Frau jetzt ins Wohnzimmer, entdeckt dann aber im Augenwinkel eine gertenschlanke Heidi Klum, die mit ihren superschlanken Kolleginnen Unterwäsche über den Laufsteg spazieren trägt. Die Folge: Sie bekommt ein schlechtes Gewissen, dreht um und stellt den Teller in die Küche für den Mann der jeden Moment von der Spätschicht zurückkommen muss. Aber da sie ja nun mal Hunger hat, greift sie nach einem fettarmen Joghurt, den sie aber schon auf dem halben weg zurück zur Couch aufgegessen hat, damit die hässliche Heidi nicht sieht das sie isst. Vor dem Fernseher trinkt sie dann zufrieden ihren Fruchtsaft.
Der Mann kommt nach Hause und sie macht ihn darauf aufmerksam, dass sie bereits sein Essen fertig in der Küche stehen hat.

Der Mann:
Er verspürt Hunger und schaut sich im Zimmer um, ob er etwas Passendes findet, entdeckt die Schale mit den Äpfeln, verzieht das Gesicht und steht widerwillig auf.
In der Küche öffnet er den Kühlschrank und holt das oberste Fertiggericht raus, öffnet den Karton und zieht unter großem Rumgespritze die Folie von dem Plastikteller ab. Auf dem Weg zur Mikrowelle geht er mit der flachen Hand über die Küchenschränke und sammelt so die Soße, die sich durch das Rumspritzen auf der Einrichtung verteilt hat auf und leckt sie genüsslich von der Hand ab. Nachdem er den Teller in die Mikrowelle gestellt hat, schaltet er sie ein. Als nächstes geht er zum immer noch offen stehenden Kühlschrank und holt eine Flasche Bier raus, um sie kurz danach mit einem gezielten Schlag am Küchentisch zu öffnen. Um die Wartezeit zu überbrücken, beginnt er seinen Bauchnabel zu entfusseln. Währenddessen beobachtet er wie der Teller sich in der Mikrowelle dreht. Sein Kopf und sein Finger fangen an die Drehbewegung des Tellers zu imitieren, mit der anderen Hand trinkt er an seiner Bierflasche. Dies wird unterbrochen durch die Gänsehaut die durch die Kälte am Bach des Mannes entsteht. Er schaut sich um und tritt die Kühlschranktür zu.
Nachdem der Mann dann fusselfrei ist, stellt er sich in den Türrahmen und schaut sich Heidi Klum und die anderen Models an, wie sie mit der Hüfte wackelnd Unterwäsche spazieren tragen. Der Kopf fängt an das Wackeln des Hinterns zu imitieren. Zwischendurch trinkt er wieder aus der Flasche. Die Begutachtung der Models, die er alle ins Bett kriegen würde, wird von dem Signalton der Mikrowelle unterbrochen. Der Mann wendet den Blick nicht vom Bildschirm ab und greift zielsicher nach dem Telefon, stellt dann aber fest dass es nicht mehr klingelt. Er murmelt ein „wahrscheinlich eh verwählt“ und geht nach dem Essen gucken. Er freut sich dass es schon fertig ist, greift nach einer Gabel und trägt es schnell in´s Wohnzimmer um nichts zu verpassen. Er schlingt alles schnell in sich rein, weil er weiß, dass die Frau bald nach Hause kommt. Pünktlich beim öffnen der Haustür, verstaut der Mann den säuberlich ausgeschleckten Teller unter der Couch und fragt die Frau was es zum Essen gibt.

Donnerstag, Februar 02, 2006

Kreatives Dekorieren – Reaktionen und Ergebnisse

Etwas Unvorhersehbares ist eingetreten.
Eine meiner zahllosen Leserinnen und Verehrerinnen hat sich tatsächlich Gedanken zu meinem letzten Beitrag über das kreative Dekorieren gemacht. Diese Leserin die sich hinter dem mysteriösen Namen Inga verbirgt, hat mir ihre Ideen und Verbesserungen übers Gästebuch mitgeteilt und sie passten so gut in mein Konzept, dass ich sie einfach mal umgesetzt habe.

Verbesserungsvorschlag:
zu versuch nr. 3: du musst die taschentücher vorher auf der heizung trocknen, erst dann auf den boden legen und einen weg basteln ^^ dann bleiben die füße schön warm und trocken ^^
-
Eine an sich sehr gute Idee. Beim Praxistest hat sich allerdings ein Problem gezeigt. Die scheiß Dinger werden hart beim trocknen. Das schlimme daran ist, dass sie nicht absolut glatt sind. Daraus folgt das beim Drauftreten Knuspergeräusche entstehen. Auch eigentlich kein Problem, denn man ist ja eh wach. Aber wenn man Mitbewohner hat, sieht das nachts schon mal anders aus. Da muss man dann mit den verschiedensten Reaktionen rechnen. Das reicht von „Ruhe, ich will Pennen!“ über Pantoffelhinterherwerfen bis hin zu „Ey, gib mir was von den Chips ab!“. Somit ist unser Mosaikweg zwar ein optischer Genuss, aber im Sozialleben nicht unbedingt alltagstauglich.

Ergänzung Nr.1:
veruch nr. 5: die taschnetücher, bitte vorher zusaqmmenknüllen, auf iene kordel aufziehen und quer durchs zimmer an die decke hängen, das ergibt eine wunderschöne deko...
-
Ebenfalls eine sehr kreative Idee, doch auch hier gab´s ein Hindernis. Die säuberlich zusammengesteckte Girlande quer durchs Zimmer machte einen sehr guten Eindruck, allerdings nur so lange wie man sich nicht direkt unter ihr aufhält. Denn wenn man sich drunter setzt, hat man manchmal das Gefühl, dass sich die ein oder andere Taube über einem erleichtert. Ich gebe zu, dass meine Taschentücher nicht die allerbeste Saugkraft vorzuweisen haben und es deswegen auch schon mal vorkommen kann, dass etwas durchsickert.
Aber schlau wie ich bin, habe ich die Girlande liebevoll an die Wand gehangen. Kleiner Tipp für Zuhause: Macht das nicht. Nach dem Abhängen hatte ich einen feuchten Bogen auf der Tapete. Aber ich hab´s noch gerettet indem ich einfach drei weiter Taschentücher richtig platziert an die Wand gedrückt habe. So´n Smilie im Raum macht schon was her.

Ergänzung Nr.2:
versuch nr. 6: die tashcentücher aneinander nähen, und schon hast du wunderschöne und wärmende decke (hierbei bitte auch den tipp aus meiner anmerkung zu versuch nr. 3 beachten, erst dann ergibt sich eine schöne flauschige decke)
-
Hmmm, wie beschreibe ich am besten die Nacht unter der „flauschigen Decke“?
Wie gesagt, die Dinger werden hart. Wer es trotzdem mal erleben will wie es war, der kann gerne heute Abend vor dem Schlafengehen die Zimmertüre aushängen und sich auf den Bauch legen. Es zieht relativ stark an den Seiten und am Fußende, aber sobald man sich dran gewöhnt hat, kann man auch einschlafen. Am nächsten Morgen ist die Freude aber dafür garantiert wenn man feststellt, dass man sich eine Blasenentzündung zugelegt hat. Also heißt es aufstehen und pinkeln gehen. Und da ist es passiert. Die gestern Abend mühevoll zusammengenähte Decke brach beim Aufdecken in der Mitte über.
Aber so schnell habe ich nicht aufgegeben. Ich habe einfach jeweils zwei wasserundurchlässige Taschentücher mit dem Inhalt nach innen zusammen getackert und dann die einzelnen Elemente zu einer neuen Decke zusammengenäht. Als Schlafunterlage verwendet entsteht ein sehr entspannender Wasserbett-Effekt.
Eine Massenproduktion kommt für mich jedoch nicht in Frage. Beim Zusammennähen der Decke habe ich mir so oft in den Finger gestochen, dass ich in den nächsten paar Monaten keine eisenhaltigen Lebensmittel mehr zu mir nehmen brauch.

Jetzt fragt sich der aufmerksame Leser natürlich wie ich mit meinen kaputten Fingern diesen Text hinbekommen habe. Die Erklärung ist simpel. Ich habe mir einen Bleistift in den Mund gesteckt und dann wie ein Specht auf der Tastatur rumgepocht. Das ist sicherlich nicht besonders effektiv, aber schließlich habe ich einen Testbericht versprochen. Und was ich verspreche das halte ich auch.

Dienstag, Januar 31, 2006

Kreatives Dekorieren

Wie es in meiner Bude aussieht fragt ihr? Naja, überall liegen gebrauchte Taschentücher rum, der Fernseher läuft Marathon und ich fühl mich viel zu sehr ausgelaugt um hier Ordnung zu schaffen. OK, was sich jetzt nach einer ganz normalen Nacht für pubertäre Jungs anhört, hat bei mir einen anderen Hintergrund. Ich bin….*schnief* krank.
Ja, ich hör schon wieder alle sagen: „Ooooohhhh!“ Aber das ist nicht nötig, ich glaub ich pack das schon. Außerdem hat man viel mehr Zeit um sich mal das Fernsehprogramm am Mittag zu Gemüte zu führen. Besonders angetan hat es mir die junge Dame die bei RTL immer die Räume renoviert. Also dachte ich mir, dass es doch eine Möglichkeit geben muss, den Haufen Taschentücher sinnvoll in den Raum zu integrieren.

Versuch Nummer 1: Aufgespannt über die Schreibtischlampe entstehen interessante Schattenspiele an der Decke. Vorteil: Man erkennt immer wieder etwas Neues. Nachteil: Nach einer gewissen Zeit riecht es etwas komisch. Spätestens dann sollte man das Motiv wechseln. Im Langzeittest hat sich das also nicht bewährt.

Versuch Nummer 2: Als Verpackungsmaterial eigenen sich die Taschentücher sehr gut. Einfach das Geschenk in Folie einpacken und schon kann man den Rest des Kartons schön mit Taschentüchern auspolstern. Der Nachteil: Der Spaß des Beschenkten am Auspacken hält sich in Grenzen und so richtig verschönern tut es das Zimmer auch nicht.

Versuch Nummer 3: Zum Pflastern des Weges zur Toilette um keine kalten Füße zu bekommen, sind Taschentücher ungeeignet. Die Füße bleiben zwar warm, aber sie werden feucht. Also auch nicht Sinn der Sache. Ja ich weiß, ist eklig, aber im Fieberwahn denkt man halt nicht alles durch.

Versuch Nummer 4: Man nehme sich eine Plastiktüte und fülle sie mit den (am besten zusammengeknüllten) Taschentüchern. Sobald die Tüte voll ist, knotet man sie oben zu und man hat nicht nur ein bequemes Sitzkissen, sondern auch die Haustiere schätzen es als Schlafplatz. Nachdem ich dann ne ganze Reihe von diesen Dingern produziert hatte, war die Bude dann voll gestellt. Und was macht man mit Sachen die man zu viel hat? Richtig, man beglückt damit seine Mitmenschen. Also habe ich einige davon vor die Haustüre gestellt damit Passanten sie mitnehmen können. Die ersten paar Tage waren nicht so erfolgreich, aber eines schönen Morgens waren alle auf einmal verschwunden. Scheinen wohl besser anzukommen als gedacht.

Also der Gewinner ist Versuch Nummer 4. Ob ich ein Patent anmelden sollte?

Sonntag, Januar 29, 2006

Warum es Frauen einfacher haben (Teil 1 - Die Entschuldigung)

Jeder kennt das. Man hat Scheiße gebaut und muss sich jetzt bei der Freundin entschuldigen. Die Vorstellung des Mannes von einer Entschuldigung sieht eher so aus:
Er kommt in´s Zimmer und sagt nur zwei Worte. „´Schuldigung“ und „Essen?“. Nun ist es aber bekannt dass das Weibchen eine andere Vorstellung hat als das Männchen. Was genau das ist, weiß der Mann natürlich nicht und wird es wohl auch nie herausfinden. Deshalb greift er zu seiner Universalantwort: Blumen. Das öffnet schon mal in den meisten Fällen die Möglichkeit zu einer Diskussion. Ja, da muss man jetzt durch. Und siehe da, nach nur ein zwei Tagen darf man schon wieder mit der Freundin am selben Tisch essen. Das bedeutet natürlich nicht dass sie einem das nicht bei der nächsten Gelegenheit wieder vorwirft. Aber gut, das hat man sich halt selber eingebrockt.

Also wie entschuldigt sich jetzt die Frau bei einem Mann? In der Regel kommt das allerdings viel seltener vor. Aber wenn’s dann doch mal soweit kommt, dann reicht in der Regel schon folgendes:
Natürlich der Dackelblick und ein „Es tut mir leid“. Aber das ist nur Nebensache. Das eigentliche Effektive an ihrer Entschuldigung ist ihre Geste. Die Frau steckt dabei ihre Daumen und Handballen unter die Achseln, die restlichen Finger zeigen nach vorne. Und sobald das Wort „Leid“ ihren Mund verlässt, zieht sie gleichzeitig beide Ellenbogen nach vorne.
(Ja, liebe Leserinnen, ich weiß dass ihr das gerade vor dem Bildschirm ausprobiert.)
So einfach es auch klingen mag, es funktioniert

Freitag, Januar 27, 2006

Das *hust* Fußballturnier

Ich weiß, ich weiß, jetzt werden wieder viele sagen: "Was jammert der Idiot über die Präsenz von Fußball im TV, wenn er dann selber zu einem Fußballturnier geht?" Ich geb ja zu, mit mir zu einem Fußballturnier zu gehen, ist das gleiche als wenn man mit Stevie Wonder in eine Kunstgalerie geht. Im Prinzip hab ich nichts davon.
Aber die Sache ist relativ leicht erklärt. Ich bin natürlich nicht wegen dem Sport dahin gegangen, sondern um die alten Schulfreunde mal wieder zu sehen, die ebenfalls als eine Mannschaft der Ehemaligen angetreten sind. Und als zweimalige Gewinner des Turniers, konnten sie sich schließlich nicht drücken. Gut, der Gewinn des Titels liegt jetzt auch schon einige Jahre zurück. Da wurde noch mit ner einfachen Schweinsblase gespielt. Aber immerhin gab´s da mal was.
Nach der Vorrunde des, von einigen Leuten als Comedyprogramm belächelten Frauenturniers, wurden dann ein paar Herren über die Anlage angekündigt. Verstanden habe ich aber nicht wirklich um wen es ging, da die Zuschauer anfingen zu applaudieren und die Kiddies kreischend losrannten um sich Autogramme zu holen. Auf Grund dieser Reaktion dachte ich zuerst, "Was will Tokio Hotel hier?", aber dann wurde ich aufgeklärt, dass es sich um die Spieler Marius Ebbers, Moses Sichone und Laurentiu Aurelian Reghecampf von Alemannia Aachen handelte. (Ja, als ich das hier geschrieben habe, musste ich extra noch mal nachfragen wie die Spieler eigentlich hießen) Und schon hatte ich wieder etwas dazu gelernt.
Nachdem sich dann die, aus der Sicht des Schulleiters, linke Seite in aller Ruhe "entfaltet" hatte um sich Autogramme zu holen, ging dann das Herrenturnier los. Das bedeutete natürlich in erster Linie Warten. Denn bis die Ehemaligen an der Reihe waren dauerte es schon die ein oder andere Stunde.
Während dieser Zeit wurden die Fußballfans mit tollen Toren und Traumpässen bei Laune gehalten. Da ich natürlich für so etwas kein Empfinden besitze, habe ich mich mehr über die Stürze und meilenweit daneben gehende Schüsse gefreut.
Das Turnier hat dann nach einer Weile aber auch alles gehabt was man auch von der kommenden Fußball-WM erwarten kann. Die Mannschaften wurden von den Fans angefeuert, lautstarke Beschwerden über die Schiris schallten durch die Halle, einige Organisatoren wurden zur Käsetheke gerufen, ja sogar das Ergebnis gab auch schon mal den passenden Vorgeschmack. Ich rede natürlich vom Vorrundenaus für die Ehemaligen.
Aber die dadurch verbliebene Zeit haben sie wenigstens bestens genutzt um für Stimmung zu sorgen. Der Dank war dann der Fan-Award, der glaube ich auch das erste mal an eine teilnehmende Mannschaft vergeben wurde. Eine richtige Überraschung war das allerdings nicht, denn wenn es Leute gibt die rumgröhlen können, dann die "Kellerkinder".
Gewonnen hat am Ende die 12.1, deren Stufe das Turnier auch organisiert hat. Aber hey, der 9. Platz ist auch etwas das man in der Zukunft seinen mit Werther´s Echte voll gestopften Enkelkindern erzählen kann.
Das Ganze hat mir den Fußball als Sport nicht wirklich näher gebracht, aber es gab immerhin endlich noch mal einen Anlass um seiner Schadenfreude freien Lauf zu lassen.

Dienstag, Januar 24, 2006

81 Punkte und keinen interessiert es

Kobe Bryant von den Los Angeles Lakers machte in seinem gestrigen NBA-Spiel 81 Punkte. Das ist die zweithöchste Punkteausbeute in der Geschichte der NBA und ein Meilenstein, der so schnell nicht wieder erreicht wird. So weit so gut.
Jetzt schauen wir uns mal an, was für Schlagzeiten heute die deutschen Medien bestimmt haben.
Hmmm, Politik: Mit Chirac formuliert mal wieder ein Politiker seine angeblich falsch interpretierten Aussagen um und wird von Frau Merkel unterstützt. Aha.
Unterhaltung: DSDS-Neuzugang Didi will sich von der Kohle als Superstar nen Penis kaufen.
Gut zu wissen.
Ach, da haben wir´s ja, Sport: ... in der Formel 1 fährt ein Silberpfeil in orange im Kreis herum.
Wow! Spannend. Da haben wir noch Fußball...bla...bla...bla.
Nichts zu sehen von Basketball. Weder NBA noch BBL. Tja, so ist der durchschnittliche Deutsche halt. Wenn ein Ball nicht gerade durch die Gegend getreten wird oder aus Verona´s Dekoltee hüpft interessiert es ihn nicht. Aber die Fans der zahlreichen anderen Sportarten wie z.B. Eishockey, Baseball, Football, Handball und Schach wird das nicht wundern. Sie sind es gewohnt, dass ihr Lieblingssport in Deutschland zum großen Teil unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. An dieser Stelle ein Lob an das ZDF, die es Tatsächlich geschafft haben, in ihren 10 minütigen Nachrichten kurz von Bryant´s Leistung zu berichten. Naja, schließlich ist es ihre Aufgabe die Leute rundum zu informieren.
Na dann schalte ich doch mal schnell das DSF ein und schau mal, ob ich da etwas finde.
Ach sieh an, da läuft grad Hattrick, naja, Deutschland will halt Fußball sehen. Was kommt denn danach? Oh, Bundesliga, naja OK. Und danach? Ach, endlich...... noch mal Hattrick.
So danach aber. Ach, da kommt das Livespiel aus der 2.Liga. Dann aber....na OK, Analyse das Spiels, muss ja sein. Und dann? Ach LaOla, internationaler Fußball.
Na gut, DSF war auch vielleicht die falsche Wahl. Schauen wir mal auf Eurosport, da läuft schließlich......na gut, auch Fußball. Danach kommt....hmmm, Fußball. Ein WM-Spiel von 1986. UdSSR gegen Belgien, der Klassiker schlechthin.
So, und dann? Ach guck, Fußball...Afrika-Cup LIVE. So das war´s jetzt aber.
Ach, doch noch nicht? Na gut, die Aufzeichnung von nem anderen Afrika-Cup Spiel darf man auch nicht verpassen. So danach noch schnell das zweite LIVE-Spiel vom Afrika-Cup.
Na endlich Fußball vorbei. Jetzt heißt es zurücklehnen, Pizza in den Ofen schieben, ein kaltes Bierchen in die Hand nehmen, die Füße hochlegen und sich erstmal geschmeidig die EM im Eiskunstlauf reinziehen. Hach, da lacht das Herz.
Ich freu mich schon auf den Sommer, wenn wieder Fußball WM ist und ganz Deutschland zu sieht, wie Klinsi´s Elf den Ansprüchen nicht gerecht wird, während im Herbst die deutsche Basketball Nationalmannschaft bei der WM den "Erfolg" der Fußballer in den Schatten stellt. So wird es kommen, doch sind wir doch mal ehrlich, wen interessiert das schon?